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Umbau der Wirtschaft : Chemie unter Strom

Auf der grünen Wiese: Für Chemie-Unternehmen wie BASF hält der Umbau zur klimaneutralen Wirtschaft gleich mehrere Herausforderungen bereit. Bild: dpa

Ohne die chemische Industrie wird der klimaneutrale Umbau der Wirtschaft nicht gelingen. in Elektroautos wird mehr Chemie eingesetzt. Woher der nötige Grünstrom für das Mammutprojekt kommen soll, ist aber nach wie vor offen.

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          Ohne neue Ideen und Produkte aus der Chemieindustrie wird der Umbau hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft nicht gelingen. Die Industrie ist sich dieser starken Position sehr wohl bewusst. Ihre Vertreter werden nicht müde, die Funktion als „Enabler“ – Möglichmacher also – ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. „Ohne uns dreht sich kein Windrad, gibt es keine Solarenergie und fährt kein Elektroauto. In 97 Prozent aller Produkte in Deutschland steckt Chemie“, sagte Christian Kullmann, Präsident des Chemieverbandes VCI und im Hauptberuf Vorstandsvorsitzender des Chemiekonzerns Evonik im vergangenen Sommer der F.A.Z.

          Bernd Freytag
          Wirtschaftskorrespondent Rhein-Neckar-Saar mit Sitz in Mainz.

          Welche Chancen der fundamentale Umbau für die deutsche Chemieindustrie – die mit Abstand größte in Europa – tatsächlich bietet, konnte man im Dezember beim Branchenführer BASF sehen. Melanie Maas-Brunner, die für neue Technologien zuständige Vorständin, verwies auf der jährlichen Forschungspressekonferenz des Konzerns gleich zu Beginn auf die Automobilindustrie, die wichtigste Abnehmerbranche. BASF erwartet nach ihren Worten, dass der Chemikaliengehalt je Auto bei der Umstellung auf stromgetriebene Motoren um den Faktor 2,5 steigen wird. Der größte Teil dieses Mehrwertes, sagte sie, komme aus der Batterie.

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