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Beteiligung an Jio : Googles Türöffner in Indien

Ein Digitalkonzern im Aufbau: Für Jio Platforms hat Mukesh Ambani innerhalb eines Vierteljahres mehr als 20 Milliarden Dollar eingesammelt. Bild: EPA

Mukesh Ambani baut an einem indischen Wirtschaftsimperium. Das Silicon Valley will mit vielen Milliarden Dollar davon profitieren.

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          Von Krise keine Spur: Während Indien darbt, überzeugt der reichste Asiate scharenweise Investoren von den Zukunftschancen des Subkontinents. Für Jio Platforms, seinen Digitalkonzern im Aufbau, hat Mukesh Ambani innerhalb eines Vierteljahres mehr als 20 Milliarden Dollar eingesammelt. Gerade erst versprach Google, mit 4,5 Milliarden Dollar fast die Hälfte seiner für die nächsten fünf Jahre geplanten Indien-Investitionen in Anteile an Ambanis Hoffnungswert zu stecken.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Mukesh Ambani, der als Milliarden-Erbe begann, hat seinen Konzern Reliance Industries zu Indiens führendem Konglomerat ausgebaut. Zur selben Zeit brachte sich sein jüngerer Bruder Anil um einen großen Teil seines Vermögens. Dem Älteren aber scheint es zu gelingen, seinen Bodenschatzkonzern in ein Wachstumsimperium umzubauen. Dass die saudi-arabische Aramco den geplanten Kauf eines Anteils am Ölgeschäft von Reliance für rund 15 Milliarden Dollar angesichts der Krise verschob, drückt zwar kurzfristig den Kurs der Reliance-Aktie, stützt aber nur die Bedeutung der Zukunftsbereiche. Reliance betreibt in Gujarat den größten Raffineriekomplex der Welt unweit des Geländes, an dem BASF einen Chemiestandort bauen will. Der Reliance-Konzern kommt auf gut 87 Milliarden Dollar Jahresumsatz und verbucht einen Reingewinn von 5,3 Milliarden Dollar.

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