https://www.faz.net/-gqe-9tq9m

Einwanderung schwer gemacht : Wie Deutschland Fachkräfte abschreckt

Viele Wege führen nach Deutschland: Entfernungen vom Auswärtigen Amt in Berlin zu den deutschen Botschaften Bild: Imago

Im Pflegesektor oder in Technologiefirmen: Deutschland fehlen Fachkräfte. Doch Bürokratie und lange Bearbeitungszeiten machen Bewerbern aus dem Ausland den Weg nach Deutschland schwer.

          3 Min.

          Als der Bundestag im Juni das neue Fachkräfte-Einwanderungsgesetz beschloss, galt das als Durchbruch. Es sei „das notwendigste und das wichtigste“ unter allen aktuellen Gesetzen zur Änderung des Ausländerrechts, lobte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). „Es wird dazu beitragen, unseren Wohlstand und unsere Innovationskraft nachhaltig zu sichern“, sagte die CDU-Abgeordnete Antje Lezius. Das Gesetz soll am 1. März 2020 endgültig in Kraft treten und dafür sorgen, dass Deutschland mehr qualifizierte Fachkräfte aus aller Welt gewinnt.

          Dietrich Creutzburg

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Andreas Kopysov spürt im Alltag noch wenig von der politischen Aufbruchstimmung. Er leitet die Visaright GmbH, ein junges Berliner Unternehmen, das vor allem IT-Spezialisten auf ihrem Weg durchs Visumverfahren unterstützt – Hochqualifizierte, die sich für eine berufliche Zukunft in Deutschland interessieren. „Obwohl Unternehmen dringend auf Fachkräfte angewiesen sind, müssen Antragsteller unverändert mit langen Wartezeiten kämpfen“, berichtet er. „Nicht selten springen Kandidaten ab und gehen zum Beispiel in die Niederlande, wo das Verfahren viel effizienter funktioniert.“

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. digital – Jubiläumsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Wie schlimm kann es werden? : Vorbereitungen auf die Pandemie

          In Italien, Iran und Südkorea schließt sich das Fenster: An der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus zweifelt kaum noch ein Experte. Und doch ist es zu früh, über Millionen Opfer weltweit zu spekulieren.