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Rechtsstreit mit Noch-Ehefrau : Ein Manager im Rosenkrieg

Stefan und Christina Krause Bild: Getty

Der frühere Finanzvorstand von BMW und der Deutschen Bank, Stefan Krause, wird von seiner Noch-Ehefrau in Amerika verklagt. Er soll sie aus seinem neuen Start-up gedrängt haben. Nun wird es schmutzig.

          3 Min.

          Es ist ein Rechtsstreit, der es in sich hat: Stefan Krause, ehemals Finanzvorstand von BMW und der Deutschen Bank und zuletzt Mitgründer und Vorstandschef des amerikanischen Elektroautoherstellers Canoo, ist in dieser Woche von seiner Noch-Ehefrau Christina Krause in Los Angeles verklagt worden. Die Klage zerrt den Scheidungskrieg der Krauses an die Öffentlichkeit. Sie richtet sich sowohl gegen Stefan Krause als auch gegen Canoo, und Christina Krause erhebt den Vorwurf, sie sei im Zuge ihrer Ehekrise im Unternehmen marginalisiert und schließlich entlassen worden. Sie sagt, sie sei belästigt und wegen ihres Geschlechts diskriminiert worden, und ihre Entlassung sei unrechtmäßig gewesen. Daher will sie nun Schadenersatz.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          In der Klage wird reichlich schmutzige Wäsche gewaschen, sie ist voll mit pikanten und bitteren Beschuldigungen. Christina Krause reklamiert zum Beispiel, sie habe im Juni herausgefunden, dass ihr Mann eine Affäre habe und ein Wochenende mit einer anderen Frau in Las Vegas gewesen sei, anstatt den Vatertag mit seinem sechs Jahre alten Sohn zu verbringen. Sie erzählt, wie Stefan Krause sie in dieser Zeit gedrängt habe, nachträglich einen Ehevertrag zu unterzeichnen. Und sie erhebt den Vorwurf, ihr Mann und das Unternehmen hätten einen Privatdetektiv angeheuert, der sie verfolgt und fotografiert habe. Der Klage zufolge hat Stefan Krause im Juli die Scheidung eingereicht, wenige Wochen später sei ihr im Unternehmen gekündigt worden.

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