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Stabwechsel im Medienkonzern : Das neue Machtzentrum von Bertelsmann

Es bleibt in der Familie: Liz Mohn mit ihrem Sohn Christoph Bild: dpa

Liz Mohn wird am Montag 80 Jahre alt, ihr Sohn Christoph rückt dann in die erste Reihe des Gütersloher Medienkonzerns auf. Klar ist, was das bedeutet.

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          Am Montag wird der Stabwechsel offiziell vollzogen. Der „mächtigsten Medienfrau Europas“, wie sie gern genannt wird, folgt ihr Sohn an der Spitze des Bertelsmann-Konzerns. Liz Mohn gibt dann an ihrem 80. Geburtstag ihre Position als Familiensprecherin und den Vorsitz im Lenkungsausschuss der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft an ihren Sohn Christoph ab. Christoph Mohn übernimmt damit auch ihr Vetorecht im Macht- und Entscheidungszentrum des Gütersloher Unternehmens. Er bleibt zudem Vorsitzender des Aufsichtsrats, an dessen Spitze er im Sommer 2012 gewählt wurde. Der Generationenwechsel bei Bertelsmann ist damit abgeschlossen, im neuen Mister Bertelsmann bündelt sich mehr Machtfülle der Familie denn je.

          Carsten Germis
          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Grundlegende Veränderungen wird der lang vorbereitete Generationenwechsel im Konzern nicht auslösen. Vorstandschef Thomas Rabe wertet den Schritt deswegen im Gespräch mit der F.A.Z. auch als „ein klares Zeichen für Kontinuität“. Seit dem Jahr 2006 kennen sich Christoph Mohn und Rabe, seit dem Jahr 2013 arbeiten die beiden eng zusammen, der eine als Vorstands-, der andere als Aufsichtsratschef.

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