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Leere Krankenhausbetten : Weniger Infarkte wegen Homeoffice?

Lukratives Geschäft? In Corona-Zeiten blieben viele Krankenbetten leer. Bild: dpa

Die Zahl der Klinikaufenthalte sinkt stark. Und bei den Notfallpatienten verzeichnen die Kliniken einen Rückgang. Letzteres betrachten die Krankenkassen allerdings mit Sorgen.

          3 Min.

          In der Corona-Krise ist die Zahl der Krankenhausaufenthalte drastisch gesunken. Eine noch unveröffentlichte Auswertung der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) berichtet von einem Rückgang um 39 Prozent im März und April gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Betriebskrankenkassen (BKK) melden eine Verringerung um bis zu 50 Prozent im Vergleich zu den Wochen unmittelbar vor Ausbruch der Epidemie.

          Christian Geinitz

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

          Den neuen Untersuchungen zufolge gilt die Verringerung nicht nur für planbare Operationen, sondern auch für Notfälle. So hat die AOK unter ihren Versicherten 31 Prozent weniger Herzinfarkte und 18 Prozent weniger Schlaganfälle gezählt. Bei der Vorstufe zu Schlaganfällen, der transitorisch-ischämischen Attacke – einer Durchblutungsstörung des Gehirns – zeigen die Daten eine Abnahme um 37 Prozent. Die BKK weist für Ende März eine Zahl von Herzinfarktpatienten aus, die um fast zwei Drittel unter dem Wert vor „Corona“ lag. Würden solche schweren Erkrankungen nicht behandelt, könnte die Zahl der Todesfälle und Folgeerkrankungen steigen, warnen die Krankenkassen.

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