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Elektromobilität : Wie chinesische E-Autos deutschen Herstellern Konkurrenz machen

Zukunftsgefährt: Hengchi hat noch kein Auto verkauft, das Modell „Hengchi“ soll aber Tesla-Rivale werden. Bild: Bloomberg

Die Elektromobilität macht es möglich: Auf Schanghais Automesse greifen junge Start-ups wie Hengchi die großen deutschen Hersteller an. Im Kampf um die Zukunft scheint Geld keine Rolle zu spielen.

          3 Min.

          In Halle sieben der Schanghaier Automesse mag BMW am Montagmorgen der traditionsreichste Autohersteller sein. Doch Tradition ist in China, wo immer und überall die Presslufthämmer dröhnen, nicht unbedingt ein Wert an sich. Links vom Stand der Bayern stellt Elektroautobauer Nio sein neues Modell vor, dessen Batterie einmal für 1000 Kilometer Fahrt Energie liefern soll. Im Januar war das Schanghaier Start-up, gegründet vor knapp sieben Jahren, an der Börse schon mal 30 Milliarden Euro mehr wert als BMW, gerade liegt der Wert wieder leicht darunter. Auch der ebenfalls sieben Jahre junge E-Autohersteller Xpeng aus dem südlichen Guangzhou, der im März mit rund 5000 Autos etwa 137.000 Fahrzeuge weniger verkauft hat als der Münchner Konzern, ist noch günstiger bewertet als die Bayerischen Motorenwerke. E-Autobauer BYD aus Shenzhen, vom BMW-Stand rechts gelegen, ist hingegen schon teurer.

          Hendrik Ankenbrand
          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Blicken die BMW-Manager geradeaus, sehen sie sich konfrontiert mit neun grimmig wirkenden Frontschürzen vor einer Bergkulisse aus Chinas 3000 Kilometer entfernter Yunnan-Region. Das ist der Stand von Hengchi. Der Elektroautohersteller aus Chinas Süden ist im vergangenen Jahr gestartet und ist an der Hongkonger Börse an diesem Morgen rund 71 Milliarden Euro wert. 14 Milliarden Euro mehr als BMW. Dabei hat Hengchi bis zum heutigen Tag noch nicht ein einziges Auto verkauft.

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