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Dank Gründer Siemiatkowski : Wie Klarna zum wertvollsten Start-up Europas wurde

Sebastian Siemiatkowski, CEO des schwedischen Bezahldienstleisters Klarna Bild: Good Thanks Media

Sebastian Siemiatkowski ist ein bekennender Workaholic – und der, der Klarna zum wertvollsten Start-up Europas gemacht hat. Jetzt geht er mit einem Nebengeschäft an die Börse.

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          Wäre Sebastian Siemiatkowski damals nicht zu spät zum Hafen gekommen, wer weiß, ob es Klarna dann heute überhaupt gäbe. Der schwedische Online-Bezahlungsdienstleister ist Europas wertvollstes Start-up-Unternehmen, nach dem Einstieg einer Reihe weiterer Investoren im Sommer mit sagenhaften 46 Milliarden Dollar bewertet. Pfeilgerade zeigen die Kennzahlen der vergangenen Jahre nach oben, mit schwunghaftem Wachstum in alle relevanten Richtungen: 90 Millionen Privatleute und 250.000 Händler zählen die Schweden zu ihren Kunden, der jüngste Geschäftsbericht weist Einnahmen von rund 1 Milliarde Dollar aus. Zur Zahlungsabwicklung im Internet, mit der Klarna angefangen hat, sind längst Angebote wie eine eigene Kreditkarte, Giro- und Festgeldkonten gekommen.

          Sebastian Balzter
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          All das macht Klarna zum Bankenschreck. Und Sebastian Siemiatkowski, den gerade erst 40 Jahre alt gewordenen Gründer, zu einem Star der Fintech-Szene, die mit schlauen Algorithmen und schicken Apps die Finanzbranche durcheinanderwirbelt. Seit Langem laufen die Wetten darauf, wann er Klarna an die Börse bringen wird; dazu ist ihm nichts Genaues zu entlocken. Aktien seiner viel kleineren privaten Beteiligungsfirma namens Flat Capital hingegen, die auf die Start-ups von morgen und übermorgen setzt, gibt es seit vergangener Woche an der Stockholmer Börse zu kaufen: Mit einem Kurs von 10 Kronen je Stück gingen sie an den Start, stiegen danach auf 36 Kronen und liegen nun bei 24 Kronen.

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