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Axa-Chef : „Es wird neue Pandemien geben“

Axa-Chef Thomas Buberl rechnet mit weiteren Pandemien. Bild: AFP

Axa-Chef Thomas Buberl rechnet mit weiteren Pandemien. Im Interview erklärt er, wie sich Versicherer mit staatlich-privaten System dagegen rüsten können.

          6 Min.

          Herr Buberl, sind Sie in diesen Tagen eigentlich besonders frustriert?

          Christian Schubert
          Wirtschaftskorrespondent in Paris.

          Warum sollte ich das sein?

          Weil die Versicherer immer behaupten, man könne sich gegen alles versichern. Doch bei der Pandemie kommen sie an ihre Grenzen, oder?

          Grundsätzlich ist jedes Risiko versicherbar, man muss nur den richtigen Preis finden. Durch Corona sind wir aber mit neuen Risiken konfrontiert. Ein simples Beispiel: Sie haben ein Dorf mit zehn Leuten, die sich gegenseitig schützen. Wenn einer krank wird, sind die anderen für ihn da. Doch wenn alle zehn auf einmal krank werden, funktioniert das System nicht mehr. Diese Situation haben wir heute. Der Versicherungsmechanismus im traditionellen Sinne ist dafür nicht ausgelegt. Die Lage ist daher in der Tat frustrierend. Aber es ist auch herausfordernd: Wir müssen neue Lösungen finden.

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