https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/wie-apple-kuenftig-iphones-recyclen-moechte-dank-roboter-daisy-18878233.html

Apples Demontageroboter : Was Daisy aus einem iPhone herausholt

Automatisierte Zerlegung: Der Roboter Daisy nimmt alte iPhones auseinander. Bild: Apple

In den Niederlanden zerlegt Apple mit seinem selbst entwickelten Roboter Daisy alte iPhones, um sie für das Recycling vorzubereiten. Der Konzern würde gerne mehr solche Maschinen bauen – doch es fehlt der Nachschub an alten Handys.

          4 Min.

          Das Herzstück Apples grüner Recyclingpläne befindet sich in einem unscheinbaren Gewerbegebiet im niederländischen Breda und heißt Daisy. In einer Produktionshalle steht da ein Kasten aus Glas und grauem Plastik, nicht viel größer als ein durchschnittliches Wohnzimmer. Darin surren maschinelle Arme hin und her, Stanzmaschinen schlagen in kurzen Abständen mit einem dumpfen Geräusch aufeinander.

          Maximilian Sachse
          Redakteur in der Wirtschaft

          Daisy ist ein von Apple eigens entwickelter Demontageroboter. Zwei stehen davon auf der ganzen Welt: einer im texanischen Austin und einer in Breda. Seit 2019 nimmt der Roboter iPhones auseinander, um ein besseres Recycling der darin verborgenen Rohstoffe zu ermöglichen. Aus einer Tonne aus iPhones ausgebauten Hauptplatinen, Litzen und Kameramodulen lässt sich laut Apple die gleiche Menge Gold und Kupfer zurückgewinnen wie aus mehr als 2000 Tonnen abgebautem Gestein – aber mit weniger CO₂-Emissionen.

          Zugang zu allen F+ Artikeln 2,95 € / Woche
          Jetzt 30 Tage kostenfrei testen
          2,95 € / Woche
          Jetzt kostenfrei Zugang abonnieren?
          Mit einem Klick online kündbar
          Weiter Ja, 30 Tage kostenfrei testen
          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Harter Alltag in Nepals Ziegeleien.

          Ziegeleien in Nepal : „Die Hölle auf Erden“

          Die Städte in Südasien explodieren. Ziegeleien haben Hochkonjunktur. Nicht nur in Nepal zahlen die Arbeiter dort einen hohen Preis. Das gilt auch für ihre Kinder.