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Produkt aus Plastikmüll : Der Adidas-Schuh in der Endlosschleife

Laufschuh aus Plastikmüll: Der Ultraboost-Parley-Schuh von Adidas Bild: Adidas

Adidas müht sich wie andere Sportausrüster, nur noch recyceltes Plastik einzusetzen. Das ist ein langwieriger Umstellungsprozess. Nach Gebrauch sollen die Produkte nicht Müll sein, sondern wieder neu entstehen.

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          Es ist eine Vision, die für Eric Liedtke wahr werden soll. Schuhe und Trikots von Adidas landen nach Gebrauch nicht im Müll, sondern werden wieder Schuhe und Trikots. In einer Endlosschleife soll aus Alt zu 100 Prozent Neu werden. Auch so, stellt sich der Markenvorstand von Adidas vor, könne man dem Plastikwahn begegnen. Obwohl: Sein ultimativer Wunsch geht weiter, ist aber noch fern jeglicher Realität. „Am Ende kann man sogar davon träumen, die Produkte wieder der Erde zurückzugeben, sie also biologisch voll abbaubar zu machen.“

          Rüdiger Köhn

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

          Aber der Reihe nach. Adidas arbeitet an einem ehrgeizigen und über viele Jahre ausgelegten Projekt, damit abgetragene Schuhe und Sportkleidung nicht mehr auf der Deponie oder in der Verbrennungsanlage landen. „Wir wollen ein Produkt schaffen, das weiterverwertet und wieder als neues Produkt entstehen wird“, sagt Liedtke. „Wir entwickeln und erfinden eine Endlos-Lösung, nicht einfach nur noch ein schönes Produkt.“ Begonnen hat der Konzern das Langfristprojekt zu einer Zeit, als noch nicht die Bilder von plastikverseuchten tropischen Palmenstränden die Runde machten, das Thema aber dennoch längst akut war.

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