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Wettstreit in der Oberklasse : BMW vor Mercedes vor Audi

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BMW hat während der CES-Messe in Las Vegas gerade seine Zukunftsvision auch im Bereich der Elektromobilität vorgestellt. Bild: AP

Es ist ein Dauer-Wettstreit: Welcher deutscher Luxuswagen-Hersteller verkauft die meisten Autos. Auch in dieser Liga dominiert derzeit München.

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          BMW hat 2015 einen Rekordabsatz erzielt  und den Spitzenplatz im Dauer-Dreikampf mit seinen Wettbewerbern Mercedes und Audi verteidigt. Wie der Münchner Konzern zu Wochenbeginn mitteilte, verkaufte er im vergangenen Jahr von seinen drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce knapp 2,25 Millionen Fahrzeuge auf der ganzen Welt - das sind 6,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

          Die Kernmarke BMW legte um 5,2 Prozent zu, auf knapp 1,91 Millionen Fahrzeuge. Mit einem Vorsprung von rund 33.700 Fahrzeugen hielten sich die Münchner auf Platz 1. Mercedes-Benz lieferte 2015 gut 1,87 Millionen Autos seiner Kernmarke aus. Damit schoben sich die Stuttgarter an Audi vorbei - die Ingolstädter kamen auf rund 1,8 Millionen verkaufte Autos.

          Schweres Jahr für Autobranche in Amerika

          BMW-Vertriebschef Ian Robertson sagte mit Blick auf das fünfte Rekordjahr in Folge, der Absatz sei dank zahlreicher neuer und überarbeiteter Modelle beständig gewachsen - trotz des Gegenwinds in einigen Märkten. „Wir erwarten, dass viele dieser Herausforderungen auch 2016 bestehen bleiben.“ Der Konzern wolle weiter flexibel auf aktuelle Marktbedingungen reagieren.

          Unterdessen bremsen die Folgen des durch Volkswagen ausgelösten Abgas-Skandals in diesem Jahr wohl die gesamte deutsche Autoindustrie auf dem wichtigen amerikanischen Markt. Der deutsche Branchenverband VDA rechnet damit, dass der Absatz der deutschen Hersteller in der größten Volkswirtschaft der Welt stagniert. Die Auswirkungen des VW-Skandals seien „noch nicht vollständig erkennbar“, sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann während des Starts der Automesse in Detroit. Im vergangenen Jahr hatten die deutschen Autobauer ihren Absatz in den Vereinigten Staaten um 2 Prozent auf rund 1,4 Millionen Neuwagen gesteigert. Volkswagen allerdings hatte wegen der manipulierten Abgastests von Dieselfahrzeugen einen Absatzrückgang verkraften müssen.

          Die Diesel-Strategie der deutschen Automobilindustrie in Amerika sei „erheblich beschädigt“, so Wissmann: „Ich bin sicher, dass Volkswagen mit ganzer Kraft daran arbeitet, um verloren gegangenes Vertrauen bei den Kunden in Nordamerika wieder zurückzugewinnen.“

          Die Verfehlungen eines einzelnen Herstellers dürften aber nicht die Diesel-Technologie als Ganzes beschädigen. „Wir halten am Diesel fest“, bekräftigte Wissmann. „Trotz des Gegenwinds, den wir natürlich gerade hier in den USA erleben, wird sich die deutsche Automobilindustrie nicht von der Diesel-Strategie verabschieden.“

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