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Westenergie-Chefin Reiche : Die Herrin der Netze

An der Spitze: Katharina Reiche soll Westenergie in die Zukunft führen. Bild: Hans Christian Plambeck/laif

Katherina Reiche hat die Politik gegen die Unternehmenswelt eingetauscht. Nach vielen Jahren bei der CDU im Bundestag leitet sie seit Jahresanfang die wichtigste Tochtergesellschaft von Eon.

          3 Min.

          Bundestagsabgeordnete, Staatssekretärin in zwei Ministerien, einflussreiche Verbandschefin, jetzt Vorstandsvorsitzende eines Unternehmens mit fast 10.000 Mitarbeitern: Für Katherina Reiche ist der Posten die nächste Station einer ungewöhnlichen Laufbahn zwischen Politik und Wirtschaft. Seit Anfang Oktober muss sie sich mit der Westenergie AG am Markt behaupten und ihre unternehmerischen Qualitäten unter Beweis stellen. „Wir bringen Energie in den Westen“, beschreibt die Powerfrau aus dem Osten die neue Herausforderung.

          Helmut Bünder

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Die Westenergie ist die größte und eine der wichtigsten Tochtergesellschaften des Energiekonzerns Eon. Sie versorgt mehr als 7,5 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen. Hervorgegangen ist der Energiedienstleister und Infrastrukturanbieter aus den Netzaktivitäten der ehemaligen Innogy, die Eon von RWE übernommen hatte. Zu Reiches Portfolio gehören unter anderem 180.000 Kilometer Stromleitungen, 24.000 Kilometer Gaspipelines und 10.000 Kilometer Breitbandnetze als Lebensadern für den Westen Deutschlands. Diesen Dimensionen entsprechen die hohen Erwartungen: Die 48 Jahre alte Vorstandschefin muss Erfolge liefern, und zwar möglichst schnell.

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