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West LB : Landesbank verzockte wohl Milliarden in Steueroasen

  • Aktualisiert am

Abgehängt: Am 28. Juni des vergangenen Jahres entfernen Arbeiter das West LB-Logo am Sitz der ehemaligen Landesbank Bild: REUTERS

Aus Aktivitäten auf den Cayman Islands und Jersey stammen die „giftigen“ Wertpapiere offenbar, die letztendlich in der Bad Bank der mittlerweile zerschlagenen West LB landeten.

          Die mittlerweile abgewickelte ehemalige Landesbank West LB hat angeblich mehr als sechs Milliarden Euro in Steueroasen verzockt. Das gehe aus einer Antwort des nordrhein-westfälischen Finanzministers Norbert Walter-Borjans (SPD) an die FDP-Fraktion hervor, berichtet das Handelsblatt.

          Mehr als ein Drittel der „vergifteten“ Wertpapiere, die letztendlich in der Bad Bank der West LB (Erst Abwicklungsanstalt) landeten, waren demzufolge aus Aktivitäten auf den Cayman Islands und Jersey gewesen, heißt es weiter. „Ein wichtiger Teil des Milliardengrabs WestLB ist in Offshore-Destinationen verursacht worden“, kritisierte der stellvertretenden FDP-Fraktionsvorsitzende Ralf Witzel: „So oft, wie die WestLB vom Steuerzahler gerettet werden musste, sind diese hochriskanten Abenteuer völlig inakzeptabel.“

          Nachdem sie vor rund einem Jahr zerschlagen wurde, wird der überlebende Teil der West LB nun unter dem Namen Portigon fortgeführt. Die West LB selbst habe seit dem Jahr 1975 Brifekastenfirmen in Übersee unterhalten.

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