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Restaurants öffnen wieder : Viele Gastwirte sehen schwarz

Gastronom Adnan Saygili vor seinem „Aurum“ in Wiesbaden Bild: Marcus Kaufhold

Nach zwei Monaten dürfen Restaurants wieder öffnen und Gäste empfangen – zumindest unter strengen Auflagen. Die meisten Gastwirte sind trotzdem verzweifelt.

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          Adnan Saygili ist Gastwirt mit Leib und Seele, sein Restaurant „Aurum“ in Wiesbaden ist normalerweise voll bis zum letzten Platz. Jetzt aber sagt der 54-Jährige: „Das kann wirtschaftlich nicht so weitergehen.“ Dabei kann Saygili an diesem Freitag seinen Betrieb zum ersten Mal seit zwei Monaten wieder öffnen. Nach und nach lockern die Bundesländer ihre Corona-Beschränkungen, zuerst durften die Restaurants in Mecklenburg-Vorpommern aufmachen, dann ging es in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hamburg und Rheinland-Pfalz weiter. Nun ist es auch in Hessen so weit.

          Sarah Obertreis

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Christoph Schäfer

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und Finanzen Online.

          Die Wirte würden dafür viele Schulterklopfer ernten, erzählt der Vorsitzende der Initiative Gastronomie Frankfurt, Madjid Djamegari. Das Problem aber sei: Unter den aktuellen Hygieneauflagen könnten schätzungsweise 60Prozent der Betriebe nicht öffnen. Das Land Hessen schreibt vor, dass Restaurantbesitzer künftig pro Person fünf Quadratmeter vorhalten müssen. Statt 94 Gästen wie bisher darf Gastwirt Saygili jetzt maximal 25 Personen bewirten. Mit anderen Worten: Der Umsatz schrumpft auf ein Viertel zusammen. „Mit den Fixkosten, die wir haben, ist das wirtschaftlich nicht tragbar“, sagt der Gastronom.

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