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Werbevertrag mit Mercedes : Teamviewer stößt in den Rennsport vor

Teamviewer wirbt künftig auf Rennwagen von Daimler. Bild: Daimler AG

Das Softwarehaus will sich auf der ganzen Welt bekannt machen. In der Partnerschaft mit Mercedes geht es aber um mehr als nur um Werbung. In einer datengetriebenen Branche lässt sich viel für andere Anwendungen lernen.

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          Das Software-Unternehmen Teamviewer, das viele durch die Fernwartung ihrer Computer kennen, stößt in den Rennsport vor – und wird offizieller Partner von Mercedes-AMG Petronas in der Formel 1 sowie Mercedes-EQ in der Elektroversion dieses Sports, der Formula E. Nachdem Teamviewer vor wenigen Tagen schon durch eine millionenschweren Werbevertrag mit dem Fußball-Club Manchester United für Aufsehen gesorgt hatte, ist dies nun eine weitere Maßnahme, die den Namen des Unternehmens in der Welt bekannt machen soll.

          Susanne Preuß
          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Das Logo wird einen prominenten Platz auf den Rennwagen sowie auf den Overalls der Fahrer bekommen. Erstmals wird das Branding in Monaco zu sehen sein: am 8. Mai beim Monaco E-Prix und dann beim Grand Prix de Monaco am 23. Mai. Doch es geht für Teamviewer um einiges mehr als im Fall der Werbepartnerschaft mit Manchester United. „Durch die Kooperation wird Teamviewer Teil eines globalen Hightech-Ökosystems, das die Zukunft der Mobilität maßgeblich entwickelt“, kündigt das schwäbische Unternehmen an.

          Man werde in den nächsten fünf Jahren die Rennsport-Teams mit Hilfe der Remote-Konnektivitätslösungen und anderen innovativen Technologien ausstatten, um deren Performance weiter zu steigern. Auch die Fortentwicklung in Richtung Emissionsfreiheit wird von Teamviewer als Anwendungsfeld der eigenen Technologie genannt. Generell wird darauf verwiesen, dass in dem extrem anspruchsvollen und datengetriebenen Umfeld des Rennsports Erfahrungen gesammelt werden dürften, von denen auch andere Teamviewer-Kunden in einer industriellen Umgebung profitieren könnten. 

          Der Aktienkurs von Teamviewer legte nach der Veröffentlichung der Nachricht zunächst noch leicht zu, drehte dann aber ins Negative. Schon als der Werbevertrag mit Manchester United bekannt wurde, hatten die Anleger erschrocken Aktien abgestoßen, zumal das Volumen der Partnerschaft sogar dazu führte, dass Teamviewer den Ausblick für die Umsatzrendite zurücknahm. Innerhalb weniger Tage sackte daraufhin der Kurs von über 43 auf kaum mehr als 36 Euro ab.

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