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Volkswagen : Wird es einen Neuen an der Spitze geben?

Der Stolz des Konzerns: Diess verlangte hier „Revolution“, eine gewagte Aussage. Bild: dpa

Kann Herbert Diess bleiben oder muss er gehen? Noch ist über die Zukunft des Top-Managers nicht entschieden, aber die Nachfolgediskussion läuft auf Hochtouren. Diess fiel zuletzt nicht gerade als Diplomat auf.

          3 Min.

          Herbert Diess kann es drehen und wenden, wie er will. Der 63 Jahre alte Manager mit österreichischem Pass ist im Volkswagen-Konzern und der dortigen Kultur des Gebens und Nehmens zwischen Betriebsrat, Management, dem Land Niedersachsen und den Aktionärsfamilien Porsche und Piëch immer ein Fremdkörper geblieben. Seine undiplomatische Art hat ihn schon einmal an den Rand des Rauswurfs gebracht, und auch jetzt steht es für den einstigen BMW-Manager wieder Spitz auf Knopf. Das Präsidium des Aufsichtsrats hat sich am späten Dienstagnachmittag getroffen, um zu beraten, ob und, wenn ja, unter welchen Umständen er weiter Vorstandschef von VW bleiben kann.

          Christian Müßgens
          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.
          Susanne Preuß
          Wirtschaftskorrespondentin in Hamburg.

          Bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe drang von der Sitzung nichts nach außen. Weitere Treffen seien schon angesetzt, hieß es zuvor in Wolfsburg. Eigentlich sollte es diese Woche mehr Klarheit über die Zukunft von Diess geben, aber womöglich ziehen sich die Gespräche bis nächste Woche oder sogar noch länger hin. Zu komplex ist die Lage, nachdem Diess mit Rechenspielen über einen Abbau von bis zu 30.000 Stellen den Betriebsrat und Niedersachsen als Miteigner von VW gegen sich aufgebracht hatte.

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