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F.A.Z. exklusiv : Wer greift da nach Daimler?

Der chinesische Autounternehmer Li Shufu ist schon heute der wichtigste Daimler-Aktionär. Bild: AFP

Amerikanische Banken haben sich große Stimmrechtspakete am deutschen Autohersteller Daimler gesichert. Steckt ein bekannter Unternehmer aus China dahinter? Die Folgen wären gravierend.

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          Will der chinesische Milliardär Li Shufu seinen Anteil am deutschen Auto-Konzern Daimler ausbauen? Mit Hilfe amerikanischer Banken war dem Vorstandsvorsitzenden des chinesischen Autokonzerns Geely im Februar der überraschende Einstieg mit einem Aktienpaket von 9,7 Prozent bei den Schwaben gelungen. Zwar beteuerte Li anschließend, „derzeit“ habe man keine Pläne für weitere Zukäufe. Doch dass der rastlose Unternehmer, der vom armen Bauernjungen den Aufstieg zu einem der reichsten Chinesen mit einem geschätzten Vermögen von rund 12 Milliarden Dollar schaffte, auf Dauer an Daimler die Mehrheit übernehmen und das Unternehmen in sein Markenreich eingliedern will, daran wird nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in den Spitzen der chinesischen Autoindustrie nicht gezweifelt.

          Hendrik Ankenbrand
          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.
          Sven Astheimer
          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.
          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Chinesischen Quellen zufolge soll Li Shufu Zugriff auf „Optionen auf Aktien für weitere 15 Prozent der Anteile an Daimler“ halten. Dies sei in China „ein offenes Geheimnis“, heißt es dort. Einen Beweis dafür liefert die Quelle aus China freilich nicht. Geely weist diese Gerüchte auf F.A.Z.-Anfrage als „komplett unwahr“ zurück. Daimler wollte sich dazu nicht äußern.

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