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Unternehmen in Not : Weniger Insolvenzen trotz Teil-Rückkehr zu Antragspflicht

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Schluss, Aus und Vorbei: „Wir schließen“ steht auf einem Plakat in einem Schaufenster in Berlin Bild: dpa

Staatshilfen überdecken die Not der Unternehmen in der Corona-Krise. Die geringe Zahl der Insolvenzen hängt wohl mit der ausgesetzten Antragspflicht für überschuldete Betriebe zusammen.

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          Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ist trotz der nun wieder geltenden Insolvenzantragspflicht für zahlungsunfähige Unternehmen im Oktober stark zurückgegangen. Die Amtsgerichte meldeten 1084 Unternehmensinsolvenzen und damit 31,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte.

          „Die wirtschaftliche Not vieler Unternehmen durch die Corona-Krise spiegelt sich somit bislang nicht in einem Anstieg der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen wider“, teilte das Statistikamt dazu mit. Ein Grund dafür sei, dass die Insolvenzantragspflicht für überschuldete Unternehmen bis zum 31. Dezember ausgesetzt wurde. „Die bereits ab Oktober 2020 wieder geltende Insolvenzantragspflicht für zahlungsunfähige Unternehmen wird unter anderem aufgrund der Bearbeitungszeit der Gerichte erst später Auswirkungen auf die Zahlen haben“, hieß es.

          Steigende Zahl der Insolvenzen erkennbar

          Dem Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) zufolge vergehen in der Regel zwei Monate zwischen dem Insolvenzantrag des Unternehmens und der Bekanntmachung der Eröffnungsentscheidung des Gerichts. Für Dezember deutet sich daher eine neue Entwicklung an.

          Zwar lag die vorläufige Zahl der eröffneten Regelinsolvenzen um neun Prozent unter dem Vorjahreswert. „Allerdings stieg sie im Vergleich zum Vormonat um 18 Prozent an“, so das Statistikamt. „Dies stellt zusammen mit einem Anstieg um fünf Prozent im November eine Abkehr vom bisherigen Verlauf stetig sinkender Verfahrenszahlen seit Beginn der Corona-Pandemie dar.“

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