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Weniger Briefe : Wenn der Postmann nur noch einmal pro Woche vorbeikommt

  • Aktualisiert am

Der Versandhandel mit Paketen boomt, doch Briefe liefert die Post weniger aus. Bild: Stefanie Silber

Die Deutsche Post ist gesetzlich verpflichtet, jeden Tag Briefe auszuliefern. Doch in Zeiten von Whatsapp und Co. lohnt sich das immer weniger. Jetzt testet die Post, ob es auch anders geht.

          Briefzustellung nur noch an ausgewählten Tagen in der Woche? In einem Pilotprojekt testet die Deutsche Post seit Juli, einigen ausgewählten Kunden Briefe seltener zuzustellen. Sie können zwischen verschiedenen Optionen wählen: Nur noch an einem oder an drei Tagen pro Woche, oder Zustellung an fünf Tagen pro Woche an den Arbeitsplatz.

          Einen entsprechenden Bericht des „Bonner Generalanzeigers“ vom Samstag bestätigte ein Postsprecher. Derzeit ist das Unternehmen gesetzlich verpflichtet, an jedem Tag Briefe flächendeckend an die Kunden auszutragen.

          Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft mit der verstärkten Nutzung von E-Mails, Whatsapp und Facebook sowie dem rückläufigen Briefvolumen gehe es lediglich darum, neue Optionen der Briefzustellung zu prüfen und Kundenbedürfnisse zu erforschen. Das Projekt sei ergebnisoffen und laufe noch bis Ende September, sagte der Sprecher weiter. Die Bundesnetzagentur als oberste Aufsichtsbehörde über die Postmärkte wurde über den Testlauf vorab unterrichtet.

          Die Gewerkschaft Verdi zeigte sich dagegen wenig erfreut über das Vorhaben. Sie befürchtet den Abbau von Arbeitsplätzen, sollte sich die Post aus der werktäglichen Zustellung Stück für Stück zurückziehen. „Bei uns brennt die Hütte“, zitierte die Zeitung die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis.

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