https://www.faz.net/-gqe-a2b6u

Aufsichtsrat : Wen der Bund zur Lufthansa schickt

Ist die Lufthansa noch zu retten? Bild: dpa

Zwei Vertreter aus der Wirtschaft gehen für den Bund in den Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa. Auch Großaktionär Thiele will jemanden entsenden.

          3 Min.

          Heinz Hermann Thiele kann sich den Erfolg höchstpersönlich ans Revers stecken. Die Bundesregierung schickt zwei kenntnisreiche Vertreter aus der Verkehrswirtschaft als Emissäre in den Aufsichtsrat der angeschlagenen Fluggesellschaft Deutsche Lufthansa: Angela Titzrath, 54 Jahre, Vorstandsvorsitzende der börsennotierten Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), und Michael Kerkloh, 67 Jahre, bis Ende 2019 Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH (FMG). Mehr Verkehr- und Logistik-Expertise für die Lufthansa am Boden, zu Wasser und in der Luft geht kaum.

          Rüdiger Köhn

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

          Julia Löhr

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          So hat es sich der Großaktionär Thiele, der 15,5 Prozent an der größten deutschen Fluglinie hat, gewünscht. Er selbst hat nie Anspruch auf einen Aufsichtsratssitz angemeldet. Allerdings, so hat er durchblicken lassen, will er selbst einen Aufseher entsenden, der seine Interessen vertritt. In jedem Fall erschien es ihm als ein Greuel, dass unternehmensferne Staatsbedienstete aus Berlin in das Kontrollgremium einziehen könnten, mag der Staat mit seinem 9 Milliarden teuren Finanzhilfepaket und einem Aktienanteil von 20 Prozent nun auch größter Eigentümer sein.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Prominenz ohne Abstand auf der Ehrentribüne des FC Bayern: unter anderem mit Ehrenpräsident Uli Hoeneß und Präsident Herbert Hainer (rechts daneben)

          Aufregung um FC Bayern : Münchner Eigentor

          Dass die Funktionäre des selbstverliebten FC Bayern gegen das Hygienekonzept der Bundesliga verstoßen und sich so Millionen Menschen präsentieren, ist unfassbar naiv. Oder eine gezielte Provokation?