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Weltweiter Investor : An diesen Unternehmen ist Qatar beteiligt

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Hochhaus an Hochhaus in Qatars Hauptstadt Doha. Bild: AP

Volkswagen und die Deutsche Bank sind nur zwei Beispiele: Qatars Staatsfonds ist an vielen internationalen Konzernen beteiligt – und hat die Engagements in letzter Zeit ausgebaut. Mit Deutschland will das Land noch stärker kooperieren.

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          Das kleine Golf-Emirat Qatar gilt wegen seines Öl- und Gasreichtums als eines der reichsten Länder der Welt. Es ist beteiligt auch an großen deutschen Unternehmen wie an etlichen anderen internationalen Großkonzernen. Die Fachleute des auf die Analyse von Staatsfonds spezialisierten Instituts SWFI zählen die qatarische Dachgesellschaft für diese Beteiligungen, die „Qatar Investment Authority“ (QIA), zu den 15 größten Staatsfonds der Welt.

          Die QIA sieht sich selbst als globalen Anleger, der seine Mittel über verschiedene Vermögensklassen und Branchen streut. Schätzungen zufolge soll der Fonds mehr als 330 Milliarden Dollar auf der ganzen Welt anlegen. Vorrangiges Ziel sei es, Geld aus dem Öl- und Gasgeschäft so anzulegen, dass der Staat und künftige Generationen auf lange Sicht profitieren. Kurzfristige oder taktische Engagements seien nicht Sache des Fonds.

          Volkswagen und Deutsche Bank

          Insgesamt halten sich die Fondsmanager der QIA zurück. Sie selbst sprechen lediglich allgemein von Anteilen am Autohersteller Volkswagen, an der britischen Bank Barclays, an Londons Canary Wharf, an der Harrods-Gruppe, der Schweizer Bank Credit Suisse, dem Flughafen Heathrow, dem Rohstoffunternehmen Glencore, Tiffany & Co und dem Ölkonzern Total. Für Volkswagen ist die Qatar Holding mit 14,6 Prozent einer der großen Aktionäre.

          Wenn es um die Deutschen Bank geht, hielten Qatars früherer Premierminister Hamad Bin Jassim Bin Jabor Al-Thani und sein Cousin Hamad Bin Khalifa Al-Thani am Ende des vergangenen Jahres zusammen rund acht Prozent sowie Kaufoptionen im Volumen von rund zwei Prozent. Aktuellere Daten liegen nicht vor.

          Bei Hapag Lloyd wird die QIA mit 14,4 Prozent Kapitalanteil geführt. Auch Konzerne wie Hochtief, der Luxusautohersteller Porsche und Solarworld haben Erfahrungen mit qatarischen Aktionären. Dabei haben gerade die deutschen Engagements den Großanlegern aus dem Emirat in den letzten Jahren erhebliche Verluste gebracht.

          Qatar ist aber in seiner Anlagestrategie noch viel breiter engagiert. So investiert das Emirat in  Immobilien, kauft Ländereien, Wälder, Anleihen und andere Finanzinstrumente. Und das Land ist weiter aktiv. Erst jüngst hat sich Qatar abermals in der Türkei engagiert. Daneben kaufte es Anteile an der russischen Ölgesellschaft Rosneft. Im Falle des französischen Mischkonzerns Lagardere hat Qatar gerade seinen Anteil erhöht.

          Die deutsche Handelskammer führt nach Angaben der qatarischen Botschaft in Berlin 64 Firmen aus Deutschland an, die in Qatars Hauptstadt Doha einen Sitz haben. Dazu zählten Allianz, Deutsche Bank, BMW, Siemens , Thyssen Krupp und Wintershall. Das Land hat wiederholt sein Interesse bekundet, noch stärker mit Deutschland zu kooperieren.

          Die qatarische Wirtschaft hat in den letzten Jahren, auch bedingt durch den Ölpreis-Rückgang, beständig an Fahrt verloren und wuchs im Jahr 2016 nur noch um 2,6 Prozent. Der Außenhandel mit Deutschland erreichte zuletzt ein Volumen von drei Milliarden - das ist etwa Rang 60 unter den Handelspartnern Deutschlands.

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