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Weltgrößter Gasproduzent : Bei Gasprom sinkt der Gewinn

  • Aktualisiert am

Gasprom will in neue Gasfelder zu investieren Bild: dpa

Der russische Gasmonopolist Gasprom hat im zweiten Quartal einen stärkeren Gewinnrückgang als erwartet verbucht. Der Energiekonzern hatte erst kürzlich mit der Ankündigung hohe Wellen geschlagen, den Gaspreis im kommenden Jahr kräftig anzuheben.

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          Mildere Temperaturen haben im zweiten Quartal den Gewinn des russischen Gasmonopolisten Gazprom belastet. Wegen gesunkener Verkäufe in Europa und zusätzlich höherer Betriebskosten sank der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent auf 3,14 Milliarden Euro (113 Milliarden Rubel) und damit stärker als erwartet, wie der weltgrößte Gasproduzent am Mittwoch mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten einen Gewinn von umgerechnet 3,59 Milliarden Euro erwartet. Die auf vergleichbarer Basis um 18 Prozent höheren Betriebskosten drückten den Gewinn. Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 14,8 Milliarden Euro und lag damit im Rahmen der Erwartungen.

          Der geringere Umsatz in Europa sei vor allem auf gesunkene Gasverkäufe wegen des warmen Wetters zurückzuführen, hieß es. Die höheren Betriebskosten seien unter anderem eine Folge von gestiegenen Personalkosten und höheren Ausgaben für Gasimporte aus Asien. Die Aktie des Unternehmens notierte an der Börse in Moskau am Nachmittag etwa drei Prozent im Plus.

          Neue Gasfelder

          Der russische Energiekonzern hatte erst kürzlich mit der Ankündigung hohe Wellen geschlagen, den Gaspreis im kommenden Jahr kräftig anzuheben (siehe Gasprom kündigt kräftige Preiserhöhung an).

          Gasprom kündigte an, künftig vor allem in neue Gasfelder zu investieren, wie etwa das Juschno Russkoje-Feld in Westsibirien, das der Konzern gemeinsam mit BASF erschließt. Zudem seien erste Investitionsmittel in die Entwicklung von Gasfeldern auf der arktischen Halbinsel Jamal geflossen. Auch habe das Unternehmen im April eine Garantiezahlung in Höhe von 182 Millionen Dollar nach Libyen gezahlt, für ein Gemeinschaftsprojekt mit dem staatlichen libyschen Ölkonzern. Gazprom wird oftmals kritisiert, nicht genug Geld in die Produktion zu investieren.

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