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Ein Jahr nach der Insolvenz : Welche Folgen der Wirecard-Skandal noch haben wird

Surrealer Auftritt: Wirecard-Vorstände um Markus Braun (Zweiter von links) während einer letzten Stellungnahme im Juni 2020 Bild: Reuters

Vor genau einem Jahr erschütterte die Wirecard-Insolvenz das Land. Seither ist viel passiert. Doch es ist nicht vorbei. Der Skandal wird weitere Konsequenzen haben.

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          Mehr als 2000 Seiten umfasst der Bericht der Bundestagsabgeordneten, die mit einem Untersuchungsausschuss den wohl spektakulärsten Skandal der deutschen Wirtschaftsgeschichte durchleuchtet haben. Er beginnt mit dem nüchternen Satz: „Am 25. Juni 2020 stellte die Wirecard AG beim Amtsgericht München einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens.“ Das war heute vor einem Jahr. Es handelte sich um keine normale Insolvenz, sondern um die erste eines Dax-Unternehmens, also eines Mitglieds der obersten Börsenliga.

          Mark Fehr
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Marcus Jung
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Henning Peitsmeier
          Wirtschaftskorrespondent in München.
          Manfred Schäfers
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Der Zusammenbruch ließ sich nicht mehr aufhalten, weil Wirecard genau eine Woche vor dem Insolvenzantrag seine Aktionäre mit einer Ad-hoc-Mitteilung geschockt hatte, laut der wohl 1,9 Milliarden Euro fehlten. Die von Anlegern zuvor bejubelten Geschäftszahlen beruhten offenbar zu einem großen Teil auf Manipulation.

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