https://www.faz.net/-gqe-7g8ae

Wegen Zugchaos in Mainz : FDP fordert Urlaubsabbruch für Bahn-Fahrdienstleiter

  • Aktualisiert am

FDP-Generalsekretär Patrick Döring Bild: dpa

Damit in Mainz auch abends und nachts wieder Züge fahren können, sollen Stellwerkmitarbeiter aus dem Urlaub zurückkommen, schlägt Patrick Döring vor. Auf Kosten der Bahn natürlich.

          1 Min.

          Bahn-Aufsichtsrat und FDP-Generalsekretär Patrick Döring fordert, dass Fahrdienstleiter aus dem Urlaub geholt werden sollten, um am Mainzer Hauptbahnhof auch in den Abend- und Nachtstunden wieder Züge fahren zu lassen. „Die Bahn lebt auch vom Teamgeist der Eisenbahner. In Mainz müssen die Züge wieder rollen“, sagte Döring der Zeitung “Bild am Sonntag“. Die urlaubenden Mitarbeiter sollten sofort auf Kostenerstattung der Bahn ihren Urlaub abbrechen und Dienst tun.

          Der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Alexander Kirchner, wies diese Forderung umgehend als „unsozial und völlig inakzeptabel“ zurück. „Unsere Kolleginnen und Kollegen brauchen ihren Erholungsurlaub dringend“, sagte der EVG-Vorsitzende.

          Mitarbeiter im Mainzer Stellwerk hätten in der Vergangenheit bereits mehrfach ihren Urlaub verschieben müssen oder seien aus dem Urlaub zurückgeholt worden. Auf vielen Stellwerken in Deutschland sei das nicht anders. „Das ist einfach kein Zustand, verantwortungsvolle Personalpolitik sieht anders aus“, kritisierte Kirchner.

          Die Deutsche Bahn AG wisse schon lange, dass es Personalengpässe gebe. Jetzt den Kollegen den schwarzen Peter zuschieben die ihren Erholungsurlaub dringend brauchen, sei einfach nur schäbig.

          Als eine Folge des Mainzer Bahn-Chaos hat die Bahn bereits den zuständigen Vorstand Hansjörg Hess von seinen Aufgaben entbunden. Dessen Ablösung sei schon länger geplant gewesen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Jetzt sei sie beschleunigt worden.

          Weitere Themen

          Den Tech-Konzernen geht es glänzend

          Amazon, Apple & Co. : Den Tech-Konzernen geht es glänzend

          Amazon schafft einen weiteren Rekordgewinn, und Facebook beschleunigt sein Wachstum. Apple muss auf das nächste Quartal vertrösten – hat aber guten Grund zum Optimismus.

          „Massive" staatliche Hilfen für betroffene Branchen Video-Seite öffnen

          Finanzminister Scholz : „Massive" staatliche Hilfen für betroffene Branchen

          Finanzminister Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Peter Altmaier haben die beschlossene Verschärfung der Corona-Maßnahmen als notwendig verteidigt. Sie betonten außerdem die massive staatliche Unterstützung für die von Schließungen betroffenen Branchen.

          Topmeldungen

          Warnschild in Ludwigsburg

          Debatte im Bundestag : Wer der Feind ist

          Kritik ist berechtigt und nötig. Eine „Corona-Diktatur“ ist Deutschland aber nicht. Auch die Opposition sollte in diesen Zeiten nicht überreagieren.
          Der Umsatz mit den iPhones verfehlt die Erwartungen. Tim Cook ist trotzdem optimistisch.

          Amazon, Apple & Co. : Den Tech-Konzernen geht es glänzend

          Amazon schafft einen weiteren Rekordgewinn, und Facebook beschleunigt sein Wachstum. Apple muss auf das nächste Quartal vertrösten – hat aber guten Grund zum Optimismus.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.