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Wegen Warnstreiks : Lufthansa fliegt heute nicht

  • Aktualisiert am

Bleiben am Boden: Lufthansa-Flugzeuge in Frankfurt Bild: dpa

Das Lufthansa-Bodenpersonal macht ernst: Mit Schichtbeginn an den meisten deutschen Flughäfen blieben die Schalter der Airline leer. Chaos verursachte der angekündigte Warnstreik an den Flughäfen zunächst nicht.

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          Bei der Lufthansa hat am Montagmorgen ein bundesweiter Warnstreik begonnen. Die Fluggesellschaft hatte im Vorfeld fast alle Flüge gestrichen. „Die Streiks sind überall angelaufen mit den ersten Schichten“, sagte Verdi-Sprecherin Martina Sönnichsen. Die Gewerkschaft hatte zu dem ganztägigen Arbeitsausstand aufgerufen und rechnet mit mehreren tausend Technikern und Servicekräften, die sich beteiligen werden.

          Bundesweit wird an diesem Montag wohl kaum ein Lufthansa-Flugzeug abheben. Von insgesamt 1720 geplanten Verbindungen sollen nach bisherigen Plänen nur 32 starten. Besonders betroffen sind die Deutschland- und Europa-Verbindungen.

          Leere Schalter auch in Frankfurt

          Gegen 4 Uhr legte das Bodenpersonal der Fluglinie am Stuttgarter Flughafen die Arbeit nieder. „Hier ist bisher kein Schalter besetzt“, sagte Bernd Köster von der Gewerkschaft. In der Nacht war der Warnstreik bereits an Standorten der Lufthansa Technik angelaufen.

          Auf den meisten Flughäfen in Deutschland starteten die Warnstreiks des Bodenpersonals gegen 5 Uhr. Auch am Lufthansa-Drehkreuz Frankfurt blieben die Schalter am Morgen leer, wie Gerold Schaub von Verdi Frankfurt sagte. Großer Andrang herrschte zunächst nicht. „Das Terminal ist fast leer, weil die meisten Passagiere wohl darauf vorbereitet waren.“

          Ein Lufthansa-Sprecher sagte, die Fluggesellschaft rechne nicht mit einem großen Ansturm. Sie gehe davon aus, dass sich viele Passagiere im Vorfeld der Warnstreiks informiert hätten.

          Ansturm auf die Bahn

          Dagegen bereitet sich die Bahn auf einen Ansturm an den Gleisen vor, weil Lufthansa-Passagiere, die Flüge gebucht haben, kostenlos mit dem Zug fahren können. Die Bahn hatte angekündigt, zusätzliche Züge und mehr Personal einsetzen.

          Verdi fordert im Tarifkonflikt mit Lufthansa 5,2 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten und Jobgarantien für rund 33 000 Mitarbeiter. Lufthansa hatte die Forderungen mit einem nach Geschäftsfeldern modifizierten und in Teilen erfolgsabhängigen Vergütungsangebot gekontert. Über einen Zeitraum von 29 Monaten kämen einzelne Berufsgruppe auf eine Steigerung von mehr als drei Prozent, hatte Personalvorstand Lauer erklärt. Jobgarantien macht Lufthansa von strukturellen Änderungen etwa zu längeren Arbeitszeiten und verschobenen Stufensteigerungen abhängig.

          Es ist bereits die zweite Welle von Arbeitsniederlegungen. Am 21. März waren bei einem kürzeren Warnstreik bundesweit 700 Flüge ausgefallen. Die nächste Verhandlung zwischen den Tarifparteien steht am 29./30. April an.

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