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Waldbrandgefahr : Kaliforniens Stromversorger knipst das Licht aus

Ein Strommast im kalifornischen Orinda: In bewaldeten Gegenden hatte der Stromversorger Pacific Gas & Electric die Leitungen zwischenzeitlich lahm gelegt, um Brandkatastrophen zu verhindern. Bild: AP

Durch die Abschaltungen der Stromversorgung in Waldgebieten will der Energieversorger Pacific Gas & Electric Brandkatastrophen verhindern. Doch es hagelt Kritik – auch vom kalifornischen Gouverneur.

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          Der kalifornische Energieversorger Pacific Gas & Electric ist ins Kreuzfeuer der Kritik geraten, nachdem er als Vorsichtsmaßnahme 800.000 Kunden in Nordkalifornien vorübergehend von der Stromversorgung abgeklemmt hatte. Das Unternehmen fürchtet, dass heftige Winde Strommasten und Bäume umreißen könnten und Funken aus gerissenen Leitungen Waldbrände auslösen könnten. Bei einem Waldbrand im vergangenen November waren in Kalifornien 86 Menschen gestorben. Behörden hatten den Energieversorger als Auslöser des Brandes identifiziert.

          Winand von Petersdorff-Campen

          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom attackierte die Führung des Unternehmens mit scharfen Worten. Der Stromausfall sei das Ergebnis von jahrelangem Missmanagement und Gier. Das Unternehmen stelle Gewinne über die öffentliche Sicherheit. Mit dem Klimawandel könne die Stromabschaltung nicht begründet werden, sagte der Gouverneur.

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