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Wegen Preisabsprachen : 20 Millionen Euro Bußgeld gegen Nestlé

  • Aktualisiert am

Nestlés Vorstandsvorsitzender Paul Bulcke Bild: REUTERS

Glimpflich davongekommen: Das Bundeskartellamt verhängt gegen Nestlé eine 20-Millionen-Euro-Buße. Nestlé habe mit anderen großen Lebensmittelkonzernen Preise abgesprochen.

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          Im Kartellverfahren gegen zahlreiche Lebensmittelkonzerne ist das große schweizerische Unternehmen Nestlé glimpflich davongekommen. Das Bundeskartellamt verhängte unter anderem wegen unerlaubter Preisabsprachen mit dem Wettbewerber Kraft gegen Nestlé ein Bußgeld in Höhe von 20 Millionen Euro, teilte die Behörde am Mittwoch mit.

          Grund für den vergleichsweise geringen Betrag sei die Kooperation Nestlés mit den Behörden bei der Aufklärung der Vorwürfe gewesen. Nestlé setzte im vergangenen Jahr rund 75,5 Milliarden Euro um.

          Gesprächskreis über Preiserhöhungen

          In gleicher Sache waren im Jahr 2011 gegen Kraft Foods Deutschland, Unilever Deutschland und die Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG inzwischen bereits rechtskräftige Bußgelder in einer Gesamthöhe von rund 38 Millionen Euro verhängt worden. Angeleiert wurde das Verfahren seinerzeit aufgrund eines Kronzeugenantrags der Mars GmbH, die daher ohne Geldbuße davonkam.

          „Hochrangige Vertriebsmitarbeiter der Unternehmen haben sich über mehrere Jahre in einem regelmäßigen Gesprächskreis getroffen und gegenseitig über den Stand und den Verlauf von Verhandlungen ihres Unternehmens mit verschiedenen Einzelhändlern, teilweise auch über beabsichtigte Preiserhöhungen informiert“, erklärte Kartellamts-Präsident Andreas Mundt.

          Im klassischen Sinne seien das keine Kartellabsprachen gewesen, der Wettbewerb sei aber dadurch stark beeinträchtigt worden. Betroffen waren vor allem Süßwaren, Heißgetränke, Tiernahrung und Tiefkühlpizza.

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