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Wegen Postbankübernahme : Deutsche Bank mit Milliardenverlust

  • Aktualisiert am

Milliardenverlust im dritten Quartal: Die Deutsche Bank Bild: dapd

Die Übernahme der Postbank hat der Deutschen Bank im dritten Quartal des Jahres den erwarteten Milliardenverlust beschert. Mit 1,22 Milliarden Euro fiel er allerdings etwas niedriger aus als Analysten prognostiziert hatten.

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          Die Deutsche Bank ist im dritten Quartal wegen einer Abschreibung auf ihre Beteiligung an der Postbank wie erwartet tief in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich stand wegen der rund 2,3 Milliarden Euro hohen Abschreibung auf die bereits gehaltenen Anteile an der Postbank, die bis Ende des Jahres komplett übernommen werden soll, ein Verlust von 1,22 Milliarden Euro, wie die Bank am Mittwoch in Frankfurt mitteilte.

          Damit fiel er etwas niedriger aus, als Analysten erwartet hatten. Auch ohne die Abschreibung auf die Beteiligung an der Postbank hätte der deutsche Branchenprimus mit 1,1 Milliarden Euro allerdings das Ergebnis aus dem vorangegangenen Quartal verfehlt, weil die Erträge im Investmentbanking im Vorjahresvergleich zurückgingen. Nach neun Monaten steht unter dem Strich ein Gewinn von 1,7 (Vorjahreszeitraum: 3,6) Milliarden Euro zu Buche.

          Glänzende Zahlen im Investmentbanking

          Im Investmentbanking konnte die Deutsche Bank erneut glänzen, der Gewinn vor Steuern legte um rund elf Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zu. Zuletzt hatten Konkurrenten wie die Credit Suisse in diesem Bereich deutlich weniger verdient, die UBS rutschte sogar ins Minus. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hatte noch im September die Erwartungen für das Investmentbanking aufgrund der schwachen Sommermonate etwas gedämpft.

          Fortschritte konnte die Deutsche Bank aber auch im Privatkundengeschäft vermelden. Trotz Belastungen bei der übernommenen Privatbank Sal. Oppenheim stieg der Vorsteuergewinn in diesem Segment von 283 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 323 Millionen Euro. Ackermann will die Bank unabhängiger vom Investmentbanking machen und stärkt den Bereich zurzeit mit zahlreichen Übernahmen. Bis Ende des Jahres soll auch die Postbank dazugehören.

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