https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/wegen-pilotenstreik-eurowings-legt-wachstumsplaene-auf-eis-18395815.html

Konsequenz aus Pilotenstreik : Eurowings legt Wachstumspläne auf Eis

  • Aktualisiert am

Eine Eurowings-Maschine steht während des Streiks am Düsseldorfer Flughafen. Bild: AFP

Eurowings macht ernst: Wegen des Pilotenstreiks stoppt das Unternehmen den Aufbau von weiteren Stellen im Cockpit und in der Kabine. Und das ist noch nicht alles.

          1 Min.

          Als Folge des Pilotenstreiks bei Eurowings zückt die Lufthansa-Tochter den Rotstift. Die für 2023 geplante Flottenstärke von 81 Flugzeugen werde zunächst um fünf verringert, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Der geplante Aufbau von mindestens 200 weiteren Stellen bei Eurowings Deutschland im Cockpit und in der Kabine werde mit sofortiger Wirkung gestoppt. Piloten, die derzeit in der Ausbildung sind, erhalten nur befristete Verträge. Da sich der Bedarf reduziere, würden zudem alle Beförderungen zum Kapitän gestoppt, teilte die Firma mit.

          In einem erbitterten Tarifstreit ringen die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit und das Management um Entlastungen für die Piloten. Am Dienstag blieben erneut zahlreiche Maschinen am Boden.

          Die Gewerkschaft fordert unter anderem 14 zusätzliche freie Tage. Das Management bot zuletzt zehn. Am Montag hatte die Geschäftsführung in einem offenen Brief an die Belegschaft gedroht, das Angebot zurückzuziehen, sollte der Streik fortgesetzt werden. Wegen der Streikkosten – dem Unternehmen zufolge ein zweistelliger Millionenbetrag pro Tag – seien Arbeitsplätze in Gefahr. Ein Ultimatum am Montagabend ließ die Gewerkschaft verstreichen.

          Mit der Ankündigung stoppt das Unternehmen seine Wachstumspläne für die bestreikte Eurowings Deutschland. Zur nicht bestreikten Eurowings Europe äußerte es sich nicht.

          Weitere Themen

          Meta gewinnt Kartellstreit

          Within-Übernahme : Meta gewinnt Kartellstreit

          Ein Richter will die Übernahme eines Virtual-Reality-Spezialisten durch den Netzwerk-Konzern nicht stoppen. Das ist eine schwere Schlappe für die amerikanische Wettbewerbsbehörde FTC.

          Topmeldungen

          Überlebende deutsche Soldaten verlassen nach der Kapitulation Stalingrad (undatierte Aufnahme).

          80 Jahre Stalingrad : Der Wendepunkt des Zweiten Weltkriegs

          Schon Zeitgenossen hatten das Gefühl, dass im Süden der Sowjetunion Kriegsentscheidendes geschah. Die Niederlage von Stalingrad markierte vor 80 Jahren den Anfang vom Ende des hitlerschen Reiches.

          F.A.Z. exklusiv : So viele Geldautomaten gesprengt wie nie zuvor

          Ein Anstieg um mehr als 25 Prozent: 2022 hat die Polizei nach Informationen der F.A.Z. einen Höchststand bei Automatensprengungen registriert. Ermittlern ist nun ein Schlag gegen eine niederländische Bande gelungen.
          Brandenburger Idylle: Gerade in ländlichen Regionen ziehen junge Frauen oft ins Elternhaus des Partners.

          Leben bei den Schwiegereltern : Idylle oder Albtraum?

          Die Idee klingt praktisch: Lass uns doch, sagt der Partner, ins Haus meiner Eltern ziehen. Unsere Autorin war skeptisch. Aber sie ließ sich überzeugen, das Lebensmodell eine Weile zu testen – und hat heute eine sehr eindeutige Haltung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.