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Wegen Online-Handels : Tante Emma kehrt zurück

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Neue Chance für kleine Läden? Bild: dpa

Das Internet zieht immer mehr Geschäft an. Große Kaufhäuser bekommen Probleme, sagt eine Unternehmensberatung voraus. Neue Chancen hätten dagegen die totgesagten Tante-Emma-Läden.

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          Das Wachstum des Online-Handels sorgt für eine Umwälzung im Einzelhandel. Lediglich der Lebensmitteleinzelhandel scheint bisher noch unbehelligt von den Umbrüchen zu sein. Hier ist der Online-Anteil noch deutlich geringer als im in der Gesamtbranche, wo der Marktanteil inzwischen rund 7 Prozent beträgt.

          Gleichwohl steht auch dieses Handelssegment vor einigen Herausforderungen. Das betrifft vor allem das sogenannte Non-Food-Sortiment oder die Trockensortimente und weniger die Frische-Produkte. So erwartet das Beratungsunternehmen KPMG, dass sich auch das Bild des Lebensmittelhandels bis zum Jahr 2025 wandeln wird. Gründe dafür sind neben der Alterung der Bevölkerung und den steigenden Energiepreisen auch der Wunsch nach Flexibilität, die Auflösung von traditionellen Tagesstrukturen und die zunehmende Internet-Anbindung.

          Großeinkauf auf der Grünen Wiese wird seltener

          Wie eine länderübergreifende Marktanalyse von KPMG und dem Gottlieb Duttweiler Institut ergeben hat, werden sich die dezentralen großflächigen Hypermärkte und die Discounter auf härtere Zeiten einstellen müssen. Sie werden die Konkurrenz des Internets am stärksten zu spüren bekommen, und zwar unter anderem wegen der teuren Logistik, dem Trend zu urbanem Wohnen und der besseren Internet-Fähigkeit der Sortimente.

          Dass Kunden auf die grüne Wiese fahren und sich beim wöchentlichen Großeinkauf den Kofferraum vollladen, wird nach Auffassung der KPMG-Handelsexperten Mark Sievers und Stephan Fetsch in Zukunft immer seltener. Hingegen werden kleinflächige Geschäfte, bei denen Frische, Service, Kundennähe oder Erlebniseinkauf im Vordergrund stehen, gewinnen. Der klassische Eck-Laden, der nicht nur als Einkaufsstätte, sondern auch als Nachbarschafts-Treffpunkt diente, werde wegen der zentralen Lage und der guten Erreichbarkeit als „Tante Emma reloaded“ ein Comeback feiern, sind Sievers und Fetsch überzeugt.

          Überdies wird es nach der Analyse künftig vermehrt Abholstellen geben, in denen der technologisch gut vernetzte Kunde seine bestellte Ware selbst abholt. Große Läden werden dann eine Chance haben, wenn sie zusätzliche Unterhaltungs- oder Gastronomiekonzepte bieten. Als weitere Grundform für den Lebensmittelhandel der Zukunft werden spezielle online-basierte Lieferdienste gesehen.

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