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Wegen Fusion : Telekom gewinnt viele Kunden in Amerika - endlich

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ISDN ist nicht mehr der neueste Stand der Technik Bild: dpa

Beinahe 700.000 neue Vertragskunden hat die amerikanische Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom in den zurückliegenden drein Monaten angelockt. Und auch für das gesamte Jahr ist der Konzern optimistischer.

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          Die Deutsche Telekom schraubt nach der Fusion ihrer amerikanischen Mobilfunk-Tochtergesellschaft mit einem kleineren Rivalen die Gewinnprognose leicht nach oben. Nun werde in diesem Jahr ein Betriebsergebnis (bereinigtes Ebitda) von 17,5 Milliarden Euro erwartet statt bislang lediglich 17,4 Milliarden Euro, teilte der im Dax notierte Konzern mit. Das Unternehmen hätte den Ausblick rechnerisch auch auf 18 Milliarden Euro anheben können, verzichtet aber darauf, um mehr Geld für Kundenwachstum in den Vereinigten Staaten zu haben, hieß es.

          Im vorigen Quartal hatte T-Mobile US damit Erfolg und konnte 688.000 neue Vertragskunden locken - es ist der erst Zuwachs seit Jahren. Die Bonner hatten T-Mobile US im Frühjahr nach einer langen Zitterpartie mit dem Konkurrenten Metro PCS zusammengelegt. Das neue Unternehmen, an dem die Telekom drei Viertel der Anteile hält, fließt seit Anfang Mai komplett in die Geschäftszahlen der Telekom ein. Die Prognose für den Mittelfluss (Cash Flow) in diesem Jahr wurde hingegen gesenkt auf 4,5 Milliarden Euro von bislang fünf Milliarden.

          Die Fusion in Amerika hatte noch einen anderen positiven Effekt: Der Umsatz des 230.000 Mitarbeiter starken Konzerns stieg um 5,4 Prozent auf 15,16 Milliarden Euro. Hingegen ging das bereinigte Ebitda wegen des harten Wettbewerbs und Regulierungsentscheidungen um sechs Prozent auf 4,42 Milliarden Euro zurück. Die Zahlen liegen über den Markterwartungen: Analysten hatten bei 14,4 Milliarden Euro Umsatz mit einem bereinigten Ebitda von 4,41 Milliarden Euro gerechnet.

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