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Der Handel macht dicht : Endzeitstimmung in der Fußgängerzone

Das Schaufenster des Ladens „Analogetonträger“ in Frankfurt. Bild: Philipp Krohn

Es ist ein historischer Tag: Die Geschäfte in Deutschland schließen, der Umsatz fällt auf Null. Wie gut sind die Händler für die Durststrecke gerüstet? Eine Analyse.

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          Als Alexander Timme am Dienstagabend mit seinen beiden festangestellten Mitarbeitern seinen Laden schließt, herrscht so etwas wie Endzeitstimmung. Ein Jahrzehnt lang hat der Schallplattenhändler im Frankfurter Stadtteil Bornheim sein Geschäft aufgebaut. Seine Klassik- und Jazz-LPs verkauft er über Onlineversand bis nach China. Deshalb merkte er die Corona-Krise frühzeitig. Doch jetzt haut sie ihn förmlich um. „Nun zerschießt mir das alles ein Ereignis, für das ich nichts kann“, sagt er.

          Stefanie Diemand

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Georg Giersberg

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Der Betriebswirt“.

          Philipp Krohn

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Julia Löhr

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Jannik Waidner

          Am Montag hatten Bundesregierung und Bundesländer angeordnet, viele Einzelhandelsgeschäfte zu schließen, am Mittwoch war es soweit. Der Handelsverband Deutschland (HDE) warnte vor einer Insolvenzwelle: „Im Non-Food-Bereich fallen jeden Tag 1,15 Milliarden Euro Umsatz weg“, sagte dessen Hauptgeschäftsführer Stefan Genth der F.A.Z. In einem Brandbrief an die Bundeskanzlerin fordert der Verband unbürokratische staatliche Hilfe für Einzelhändler, ansonsten drohten Firmeninsolvenzen und der Verlust von Millionen Arbeitsplätzen. So brauche es Direktzahlungen, KfW-Bürgschaften ohne Eigenbeteiligung sowie eine sofortige Stundung der für März und April fälligen Zahlungen an Finanzbehörden und Sozialversicherungsträger. Der Verband appelliert zudem an die Vermieter von Ladenlokalen, Mieten auszusetzen und Mietstundungen zu ermöglichen.

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