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Wegen Brexit? : Nissan baut SUV in Japan statt in Großbritannien

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Anders als bisher angekündigt wird der X-Trail zukünftig nicht im englischen Nissan-Werk in Sunderland produziert. Bild: AFP

Nissan wird seinen neuen SUV X-Trail in Japan statt in Großbritannien produzieren. Europa-Chef Gianluca de Ficchy spricht von Hemmnissen rund um den Brexit.

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          Der japanische Automobilhersteller Nissan wird die nächste Generation seines SUV-Modells X-Trail für den europäischen Markt in Japan statt in England bauen. Das teilte der japanische Konzern rund zwei Monate vor dem geplanten Brexit mit. Statt im nordostenglischen Sunderland wolle man die Produktion des X-Trail im japanischen Werk in Kyushu zusammenführen.

          Die Entscheidung sei aus „unternehmerischen Gründen" gefällt  worden, doch helfe die „anhaltende Unsicherheit rund um die künftigen Beziehungen Großbritanniens zur EU nicht" bei Zukunftsplanungen, gab Nissan-Europa-Chef Gianluca de Ficchy am Sonntag bekannt. Andere Nissan-Planungen für Sunderland – die nächste Generation des Juke und des Qashqai – seien von dieser Entscheidung jedoch nicht betroffen, hieß es.

          „Da der X-Trail bereits in Japan gefertigt wird, können wir unsere Investitionskosten verringern“, sagte de Ficchy. Die Belegschaft in Sunderland genieße weiterhin volles Vertrauen.

          Opposition sieht Schuld beim Brexit-Chaos der Regierung

          Die Abgeordnete Julie Elliott von der oppositionellen Labour-Partei kündigte auf Twitter an, alles zu tun, um die Jobs in Sunderland zu verteidigen. „Wir können die unvermeidliche Rolle nicht leugnen, die der Brexit hier spielt. Die andauernde Ungewissheit, die chaotische Regierung. Nichts davon ist hilfreich, um zu Unternehmensinvestitionen in diesem Land zu ermutigen“, schrieb sie. Nissan beschäftigt fast 7000 Menschen in Sunderland, der größten Produktionsanlage des Autobauers in Europa.

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