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Wegen des Brexits? : Honda will Werk in Großbritannien schließen

Im britischen Swindon montiert Honda das Modell Civic. Bild: AP

Die Angst vor einem harten Brexit treibt die Autobranche um: Nun will offenbar der Autohersteller Honda sein Werk in Großbritannien aufgeben. 3500 Arbeiter bangen nun um ihre Anstellung.

          Der Autofabrik von Honda im britischen Swindon droht die Schließung. Einem Bericht des Fernsehsenders Sky News zufolge will der japanische Autokonzern das Werk mit rund 3500 Arbeitsplätzen aufgeben. Die Pläne würden voraussichtlich in nächster Zukunft bekanntgegeben. Sie würden damit kurz vor dem Austritt des Landes aus der Europäischen Union Ende März kommen. Honda wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Bericht äußern.

          Marcus Theurer

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Die Autoindustrie hat in den vergangenen Jahren jedoch immer wieder davor gewarnt, dass ein harter Brexit die Zukunft der Branche im Vereinigten Königreich bedrohe. Die Fabrik von Honda in Swindon ist das einzige europäische Werk des Herstellers. Es wurde vor mehr als drei Jahrzehnten gebaut. Das Unternehmen montiert dort das Modell Civic. Erst in der vergangenen Woche hatte der amerikanische Autohersteller Ford gewarnt, ein harter Brexit würde „katastrophale“ Folgen für seine britische Fertigung und die Autoindustrie auf der Insel insgesamt haben. Auch anderen Konzernen wie dem deutschen Autohersteller BMW, Jaguar Land Rover und Nissan macht der Brexit Sorgen. Hintergrund ist, dass bei einem ungeordneten EU-Austritt die Wiedereinführung von Zöllen im britisch-europäischen Handel droht.

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