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Wechsel in den Vorstand : Bahn verschiebt Entscheidung über Pofalla

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Ronald Pofalla Bild: dpa

Bahnchef Rüdiger Grube legt die Personalie Pofalla auf Eis: Anders als geplant wird der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 26. März nicht entscheiden, ob der Ex-Kanzleramtschef zur Bahn wechselt.

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          Über einen Wechsel von Ex-Kanzleramtsminister Ronald Pofalla in den Vorstand der Deutschen Bahn soll noch nicht in der nächsten regulären Aufsichtsratssitzung am 26. März entschieden werden. „Am 26. März stehen keine Personalentscheidungen an“, sagte Bahn-Vorstandschef Rüdiger Grube am Dienstagabend bei einem Empfang in Berlin. Er werde dem Aufsichtsrat an diesem Tag lediglich ein Konzept für die Neuausrichtung der Fachbereiche „Wirtschaft, Politik und Regulierung“ sowie „Europäische Angelegenheiten“ vorlegen.

          Deren Leiter Georg Brunnhuber und Joachim Fried werden in nächster Zeit in Rente gehen. Noch am 7. Januar hatte Grube gemeinsam mit Aufsichtsratschef Utz-Hellmuth Felcht angekündigt, er werde Ende März ein Konzept und einen Personalvorschlag unterbreiten.

          Politisches Umfeld „ganz entscheidend“

          Der Bahnchef sagte bei dem Empfang, die Arbeit, die in den beiden Fachbereichen anfalle, werde „nicht weniger - ganz im Gegenteil“. Das politische Umfeld in Berlin, den Bundesländern „und noch stärker in Brüssel“ sei für den Unternehmenserfolg der Bahn „ganz entscheidend“.

          In der EU-Kommission sei eine Trennung von Infrastruktur- und Transportbereichen bei den europäischen Bahnen leider „noch nicht vom Tisch“. „Meine Kollegen und ich werden gemeinsam mit der Bundesregierung weiter gegen diese grundfalschen Pläne aus Brüssel kämpfen“, sagte Grube. Denn das „integrierte Modell“ mit Fahrbetrieb und Schienennetz in einer Hand habe sich bewährt.

          Die Deutsche Bahn ist zu 100 Prozent im Eigentum des Bundes, aber seit 1994 privatrechtlich als Aktiengesellschaft organisiert. Anfang Januar wurde der mögliche Wechsel des CDU-Politikers Pofalla in den Bahn-Vorstand publik und stieß auf scharfe Kritik. Die schwarz-rote Koalition will den Zeitabstand bei einem Wechsel ausgeschiedener Bundesminister in die Wirtschaft nun über eine Selbstverpflichtung des Kabinetts regeln.

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