https://www.faz.net/-gqe-7iar8

Wechsel im Aufsichtsrat : Weder di Mauro verlässt Thyssen-Krupp

  • Aktualisiert am

Beatrice Weder di Mauro Bild: dpa

Die frühere Wirtschaftsweise Beatrice Weder di Mauro will die Zahl ihrer Aufsichtsratsmandate begrenzen. Bei Thyssen-Krupp wird sie durch René Obermann ersetzt.

          1 Min.

          Die Wirtschaftswissenschaftlerin Beatrice Weder di Mauro soll im Aufsichtsrat von Thyssen-Krupp durch den scheidenden Telekom-Vorstandsvorsitzenden René Obermann ersetzt werden.

          Aufsichtsratskreise bestätigten am Mittwoch Informationen des Manager-Magazins, wonach die Ökonomin die Zahl ihrer Mandate begrenzen will, um sich stärker ihren neuen Berateraufgaben für die Kommission in Brüssel widmen zu können.

          Daher hat Ulrich Lehner, der Vorsitzende der Aufsichtsräte von Thyssen-Krupp und Deutscher Telekom, Obermann als Kontrolleur für den angeschlagenen Industriekonzern gewonnen. Obermann muss bis zur nächsten Hauptversammlung zunächst vom Registergericht bestellt werden. Das wird noch einige Wochen dauern.

          René Obermann
          René Obermann : Bild: dpa

          Der frühere Henkel-Chef Lehner, der im Frühjahr für den zurückgetretenen Gerhard Cromme den Vorsitz im Thyssen-Krupp-Aufsichtsrat übernommen hat, will dieses Gremium mit mehr industrieller Erfahrung ausstatten.

          Weder di Mauro gehört seit 2010 dem ThyssenKrupp-Aufsichtsrat an. Dem Konzern machen hohe Verluste, Korruptionsvorwürfe und Kartellverstöße zu schaffen. Obermann gibt Ende Dezember nach sieben Jahren die Führung der Deutschen Telekom an Finanzchef Tim Höttges ab. Er ist bereits Mitglied des Aufsichtsrats des Energiekonzerns Eon.

          Weitere Themen

          Preisrekorde gefährden Green Deal

          Energie : Preisrekorde gefährden Green Deal

          Strom und Gas sind so teuer wie lange nicht. Für die EU-Kommission kommt das zur Unzeit – und einige Länder haben schon Notfallpläne verabschiedet.

          Topmeldungen

          Kevin Kühnert und Olaf Scholz machen Wahlkampf  in Berlin.

          Was kommt nach der Wahl? : Rot-grün-rote Morgenluft

          Norbert Walter-Borjans malt sich den Kanzler Scholz auch als Zweitplatzierten aus, Kevin Kühnert bringt den obligatorischen Mitgliederentscheid ins Spiel. Beides lässt die Fanclubs der Linkspartei hoffen.
          Im Fernsehen, wie hier beim letzten Triell, traten die Kandidaten mit offenem Visier an. Im Netz wird aus dem Hinterhalt geschossen.

          Hetze im Internet : Der schmutzige Wahlkampf

          Sie finden der Kampf ums Kanzleramt zwischen Baerbock, Laschet und Scholz sei eine müde Sache, langweilig und gebremst? Die Kampagnen im Netz zeigen etwas anderes.
          Das Kohlekraftwerk Mehrum, daneben Windräder

          Energie : Preisrekorde gefährden Green Deal

          Strom und Gas sind so teuer wie lange nicht. Für die EU-Kommission kommt das zur Unzeit – und einige Länder haben schon Notfallpläne verabschiedet.
          In Luxemburg steht die nächste Abschalteinrichtung im Abgasskandal auf dem rechtlichen Prüfstand.

          EuGH-Gutachter : VW-Thermofenster ist rechtswidrig

          Das Thermofenster in bestimmten Dieselmotoren von Volkswagen verstößt gegen das EU-Recht, meint der Generalanwalt in Luxemburg. Der Konzern ist weiter einer anderen Meinung. Bis zum Urteil bleiben noch viele Fragen offen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.