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Energie der Zukunft : Neue Leitungen für die Wasserstoffwirtschaft

Dresden: Eine Anlage zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe steht auf dem Werksgelände von Sunfire vor dem Gasometer. Bild: dpa

Für den Klimaschutz muss das Gasnetz zwingend umgebaut werden: Die Pipeline-Betreiber planen dafür Investitionen in Milliardenhöhe. Doch nicht nur die Frage der Finanzierung birgt dabei noch so manche Probleme.

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          Blau oder gar grün ist der Wasserstoff noch nicht, der in diesem Winter für mollige Wärme bei einigen Hundert E.ON-Kunden in Sachsen-Anhalt sorgen soll. Üblicherweise heizen sie mit Erdgas, aber von Dezember an liefert ihnen der E.ON-Regionalversorger Avacon eine Mischung mit zwanzig Prozent Wasserstoff. „Einige wenige ältere Heizungen mussten ausgetauscht werden. Ansonsten fahren wir den Test mit den vorhandenen Geräten und im bestehenden Verteilnetz“, sagt Gerald Linke. Er ist Vorstandsvorsitzender des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfachs (DVGW), der die technischen Regeln für Gas erarbeitet und das Gemeinschaftsprojekt begleitet.

          Helmut Bünder
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Rund die Hälfte aller deutschen Wohnungen wird mit klimaschädlichem Erdgas beheizt. Elektrische Wärmepumpen sind in Neubauten das Mittel der Wahl, um den Kohlendioxid-Ausstoß zu verringern. „Aber die Rechnung geht nur auf, wenn diese auch mit dem knappen erneuerbaren Strom betrieben werden, was an Mengen- und Verfügbarkeitsgrenzen stößt. Wir brauchen immer die richtige technische Lösung zum passenden Objekt, und gerade im Altbestand geht Klimaschutz am kostengünstigsten und mit den erforderlichen Mengen mit Gas. Deshalb wollen wir zeigen, was gerade mit dem Wunderkraftstoff Wasserstoff jetzt schon möglich ist“, sagt Linke.

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