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Puppen-Geburtstag : Was die Zukunft für Baby born zu bieten hat

Die Geburtstagskinder Bild: Zapf Creation

Trinken, weinen, aufs Töpfchen – das sind Talente der Baby born von Zapf Creation. Ein Gespräch mit den Chefs über Puppen im Wandel und die Schwierigkeiten mit dem Nachschub aus Asien.

          4 Min.

          Das Gesicht soll süßer geworden sein, die Augen sind größer, Arme und Beine beweg­licher, die Haut ist weicher. Doch obwohl die Baby-born-Puppe 1991 das Licht der Spielwarenwelt erblickte, ist sie auch 30 Jahre später noch Kleinkind. Die Puppe, die in der größten Version 43 Zentimeter misst, kann unverändert am Fläschchen nuckeln, weinen, aufs Töpfchen gehen und – zur Kinderfreude – ebenso in die Windel machen. „Die Grundprinzipien im Spiel mit Puppen haben sich nicht verändert. Das Lernen spielt auch heute eine zentrale Rolle. Dennoch haben wir Baby born weiterentwickelt“, sagt Thomas Eichhorn, Vorstand des Herstellers Zapf Creation.

          Timo Kotowski
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Zum 30. Geburtstag hat Zapf der Baby born in der Magic-Version einen neuen Schnuller spendiert. Wird der gedreht, schläft die Puppe ein. „Aber wir sind Traditionalisten. Die Baby-born-Puppe funktioniert rein mechanisch, ist robust und ohne Batterien“, sagt Eichhorn. Die Schnullermechanik erscheint relativ simpel, aber: „Für kleine Kinder ist das schon eine erstaunliche Sache“, sagt der Chef. Von Ideen, Kunststoffkörper mit IT vollzustopfen, hält er nichts. „Man stelle sich vor, eine Puppe würde, über Sensoren gesteuert, ihren Kopf drehen, um dem Gegenüber in die Augen zu schauen. Mancher Erwachsene wäre fasziniert, kleine Kinder wären wohl eher erschrocken“, sagt er.

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