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Agco-Chef Richenhagen : „Trump hat vollkommen versagt“

Agcos Vorzeigedeutscher: Martin Riechenhagen lebt mit seiner Frau Brigitte und Hund Frida auf der Farm Hidden Pines in Georgia. Bild: Stephan Pick/Agco

Martin Richenhagen ist der Vorzeigedeutsche in Amerikas Firmenwelt. Trump hält er in der Krise für einen Totalausfall. Aber auch Merkel befremdet ihn.

          5 Min.

          Martin Richenhagen war nie ein großer Fan des Homeoffice. „Ich habe immer gedacht, dass die Leute dann weniger arbeiten“, gesteht der Vorstandsvorsitzende des amerikanischen Landmaschinenkonzerns Agco im Gespräch mit der F.A.Z. Jetzt inmitten der Corona-Krise, da er und viele Menschen aus seinem beruflichen und privaten Umfeld ihre Büros nicht nutzen können, ist er aber zur Erkenntnis gelangt, einem Vorurteil aufgesessen zu sein. „Bei meinen Kindern sehe ich, dass die mehr arbeiten als vorher.“

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Richenhagen verbringt seine Tage nun in einer sehr idyllischen Umgebung auf seinem Anwesen in Alpharetta, einem Vorort von Atlanta ganz in der Nähe der Agco-Konzernzentrale. Hier betreibt der gebürtige Kölner zusammen mit seiner Frau eine Pferdefarm. Und er hat dabei mit Erstaunen festgestellt, wie gut der Unternehmensalltag auch in räumlicher Isolierung funktionieren kann, ob in den Aufsichtsratssitzungen, die nun immer per Telefon stattfinden, oder der gerade zum ersten Mal virtuell ausgetragenen Hauptversammlung. „Man merkt, was alles machbar ist“, sagt er. Die Personalabteilung von Agco arbeite gerade an Plänen, das Homeoffice künftig zu einem festeren Bestandteil des Arbeitsgeschehens zu machen.

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