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Lightning McQueen in Detroit : Was machen Animationsfilmer auf der Automesse?

  • -Aktualisiert am

Auch Pixar hat ein Auto dabei in Detroit. Bild: Reuters

Auch das Filmstudio Pixar ist auf der Automesse in Detroit vertreten. Mit dabei: der Star aus dem Film „Cars“. Es ist nicht der erste Besuch der Trickfilmer.

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          Die meisten Ausstellungsstücke auf der Internationalen Automesse in Detroit dürften etwas für Erwachsene sein. Ein Stand aber wird wohl vor allem junge Menschen ohne Fahrerlaubnis anziehen. Die Präsentationsfläche hat das Trickfilmstudio Pixar gemietet, das zum amerikanischen Unterhaltungskonzern Disney gehört. Der dort ausgestellte Wagen hat alles, was auch die anderen in Detroit anwesenden Autohersteller ihren Produkten einzuhauchen versuchen: Persönlichkeit, Herz und Seele. Das feuerrote Fahrzeug ist eine Nachbildung eines Filmstars: Lightning McQueen, bekannt aus der Pixar-Animationsfilmreihe „Cars“, in der es um das Wohl und Wehe eines sprechenden und fühlenden Rennwagens und seiner ebenso vermenschlichten Auto-Freunde geht.

          Vor elf Jahren hat Pixar den ersten Film der Reihe in die Filmtheater gebracht, der an der Kinokasse sehr erfolgreich war. Noch mehr haben aber Spielzeuge und andere Produkte eingebracht, die mit dem Film und seinen Figuren verbunden sind. Laut einem Geschäftsbericht hat Disney mit Lizenzprodukten allein im Erscheinungsjahr fast eine Milliarde Dollar verdient.

          Den zweiten Film wollten vor fünf Jahren dann nicht mehr ganz so viele Zuschauer sehen, doch die damit verbundenen Waren sorgten wiederum für einen signifikanten Umsatzsprung, wie Disney damals nicht ohne Stolz mitteilte. Nun kommt im Juni dieses Jahres die dritte Folge auf den Markt – auch das dürfte ein Grund sein, warum Pixar seinen mobilen Filmstar nach Detroit gebracht hat.

          „Diese Messe war der Ort, an dem wir mit Cars begonnen haben“

          Einen anderen brachte der Kreativdirektor des Unternehmens, Lohn Lasseter, während einer Veranstaltung auf der Messe vor. „Diese Messe war der Ort, an dem wir mit Cars begonnen haben“, sagte Lasseter. Vor nunmehr 15 Jahren seien er und seine Kollegen nach Detroit gekommen, um sich Inspiration für ihre Figuren und den Film zu holen. „Unser Ziel bei Pixar ist es immer, die Details richtig hinzubekommen“, sagte Lasseter.

          Das erfordere viel Recherche, und diese Art von Feldforschung hätte ihn und seine Kollegen damals nach Detroit gebracht. Als Sohn eines Autohändlers seien der Besuch und die Arbeit an dem Film für ihn sowieso großartig gewesen, sagte Lasseter. Doch sei es beim bloßen Messebesuch nicht geblieben. Unter anderem habe er sich mit dem ehemaligen Chefdesigner von Ford ausgetauscht, wie die Autos im Film am Ende aussehen könnten.

          Professionelle Hilfe haben sich die Pixar-Kreativen nun auch für Cars 3 eingeholt, um neue Auto-Charaktere zu erschaffen. Nach Hunderten Zeichnungen und mehreren Modellen aus Ton seien sie mit ihren vorläufigen Entwürfen zu Rennfahrteams der amerikanischen Nascar- Rennwagenserie gegangen. „Wir haben uns gefragt, ob unsere Entwürfe auch in der Realität funktionieren würden“, sagte Pixar-Mitarbeiter Jay Ward in Detroit. „Die Profis meinten: ja.“

          Herausgekommen sind im Falle von Cars 3 zwei neue Figuren namens Jackson Storm und Cruz Ramirez. Storm verkörpert den am Ende wohl nicht ganz so bösen Bösewicht, Ramirez ist eine der weiblichen Hauptfiguren des Films – und spielt eine entscheidende Rolle, um den eigentlichen Superstar der Filmreihe am Ende ins Ziel zu bringen: nämlich Lightning McQueen. Lasseter und seine Kollegen zeigten in Detroit auch einen kurzen Ausschnitt aus dem neuen Film. Danach holten sie ihr Ausstellungsstück auf die Bühne. Und obwohl während der Präsentation noch keine Kinder anwesend waren, tummelten sich danach eine Menge professioneller und privater Fotografen vor der Bühne.

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