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Prostitution : Wie Amsterdams Sex-Zentrum zum Problem wird

Sex in the City: Anders als in anderen Städten liegt in Amsterdam das Rotlichtviertel mitten in der Altstadt. Bild: Daniel Pilar

Amsterdams Rotlicht-Zentrum liegt im historischen Kern der Metropole. Sie beklagt zu viel Trubel und Missstände. Jetzt soll ein Hotel Abhilfe schaffen. Kann das gut gehen?

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          Besucher Amsterdams sind häufig erstaunt, in welcher Lage die Stadt ihr Rotlichtviertel angesiedelt hat: in ihrem historischen Kern, rund um die Oude Kerk („Alte Kirche“), die als ältestes noch bestehendes Gebäude der Stadt gilt. In rot beleuchteten Schaufenstern posieren leicht bekleidete Damen. „Raamprostitutie“ nennt sich das, Fensterprostitution, und der Kontrast mit dem Kirchenhof irritiert viele.

          Klaus Max Smolka

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Wer sich für die Geschichte der einstigen Welthandelsstadt Nummer eins interessiert, kommt schon aus architektonischem Interesse gar nicht darum herum, dieses Viertel anzusteuern, mit seinen Grachten und pittoresken Gässchen. Die meisten Touristen dürften hier aber aus Neugier auf die aparten Gegensätze, auf das verluderte Ambiente durchschlendern. Betrunkene Männer, bekiffte Frauen, herumalbernde Jugendliche – Partyvolk tümmelt sich und lümmelt, während Prostituierte und andere Angehörige der Sex-Branche demonstrativ gelangweilt ins Nichts blicken. Dann sind da natürlich noch jene, die tatsächlich für den Besuch einer Prostituierten kommen.

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