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Von China lernen : Warum keine „Europäische Seidenstraße“?

  • -Aktualisiert am

Von Lyon bis Moskau: Ist eine „Europäische Seidenstraße“ realisierbar? Bild: dpa

Um Chinas Vordringen etwas entgegenzusetzen, braucht es eine mutige Investitionsoffensive Europas. Ist die Zeit reif, auch in Europa großdimensioniert zu denken und zu handeln?

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          Der Aufstieg Chinas fasziniert und erschreckt offensichtlich gleichermaßen europäische Gemüter. Es gibt viele allgemeine Vorbehalte gegenüber China. Und das hat durchaus eine lange Tradition, wenn man an die sogenannte gelbe Gefahr denkt, die schon vor 100 Jahren bemüht wurde. Kultur, Schrift und Sprache sind in der Tat sehr fremd. Der Aufstieg Chinas fasziniert, aber irritiert auch. Insbesondere in technologischer Hinsicht nimmt man besorgniserregende Nachrichten zu neuen, tiefgreifenden Überwachungsmöglichkeiten zur Kenntnis. Man merkt langsam, dass das Vorurteil, die Chinesen würden nur kopieren, längst der Vergangenheit angehört.

          Ökonomisch muss der phänomenale Aufstieg Chinas auch als Systemkonkurrenz interpretiert werden. Das Stichwort Staatskapitalismus wird angeführt, es ergibt aber nicht genügend Sinn, denn Staatslenkung gab es auch in kommunistischen Systemen Europas – mit bekannten maroden Ergebnissen dieser Modelle.

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