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Hoher Energieverbrauch : Stromfresser Digitalisierung

Der Energieverbrauch von Rechenzentren steigt und steigt, doch die Branche vertraut auf Effizienzsteigerungen. Bild: Bloomberg

Nirgends auf der Welt treffen so viele Daten aufeinander wie in Frankfurt. Die Rechenzentren sind der Motor des Internets. Doch die Branche hat ein Energieproblem.

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          Das Innenleben eines Datenzentrums ist kein Ort zum Verweilen. Trocken ist die Luft, die durch Schlitze am Boden in den fensterlosen Raum strömt, der nur von grellen Halogenröhren ausgestrahlt wird und in dem Rechner unablässig dröhnen. Dabei verbergen sich hinter der kalten und sterilen Fassade intimste Einblicke in das menschliche Leben. Jede Google-Suche, jede Whatsapp-Nachricht, jede Finanztransaktion braucht Server, die die anfallenden Daten von A nach B transferieren – und diese befinden sich allein aus Kühlungsgründen hinter fest verschlossenen Türen an meist seelenlosen Orten.

          Jonas Jansen
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.
          Niklas Záboji
          Wirtschaftskorrespondent in Paris

          So auch auf knapp 5 Hektar im Frankfurter Gallusviertel. Mit Doppelschleuse und dreieinhalb Meter hohen Zäunen steht das Telehouse-Rechenzentrum einem Hochsicherheitstrakt in nichts nach, zumal der Zugang zu den Gebäuden und Serverräumen noch einmal gesondert abgeriegelt ist. Im Vergleich zu den großen Fischen in der Branche sei das aber gar nichts, sagt Geschäftsführer Béla Waldhauser und lacht. Man sei mit Telehouse nur einer von vielen am Frankfurter Megaknoten, der seine Wurzeln im Dotcom-Hype vor 20 Jahren und der damit verbundenen Nähe zum Finanzplatz hat; auch biete Telehouse als reiner Collocation-Anbieter nur Strom, Kühlung und physikalische Sicherheit an, also quasi nur das Gehäuse. Das Innenleben brächten die Kunden, zu denen unter anderem Autohersteller Daimler gehört, selbst mit. Was genau, ist größtenteils ihr Geheimnis; Fotoaufnahmen sind nicht erlaubt.

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