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Circus Roncalli : „Der Zirkus muss sich wandeln und zeitgemäß sein“

Nicht mehr echte Exoten sind von den Zuschauern im Zirkus Roncalli in der Manege zu bestaunen, sondern ihre Hologramme – hier das eines Elefanten. Bild: Edgar Schoepal

Keine Tierauftritte, modernste Technik: Roncalli verbindet klassische Clown- und Akrobatikauftritte mit innovativen Elementen. Bernhard Paul, Gründer und Alleininhaber des Zirkus, erklärt sein Konzept.

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          Der neueste Einfall von Bernhard Paul markiert den Beginn der Zirkusvorstellung. Durch das Zelt rennt eine Horde Pferde, stapfen riesige Elefanten und schwimmen überdimensionale Goldfische. Zu sehen sind keine echten Tiere, sondern Hologramme. Ein Dutzend Laserbeamer projiziert die Bilder auf ein hauchdünnes, rund um die Manege gespanntes Netz. Durch das Publikum geht ein erstauntes Raunen. Mit dem Start der aktuellen Tournee „Storyteller“ hat sich der Circus Roncalli vollständig von seinen Tiernummern – zuletzt waren nur noch die Ponys übriggeblieben – getrennt. „Die Zeit war reif dafür“, sagt Zirkuschef Bernhard Paul und verweist vor allem auf die häufigen Transporte der Tiere von einem Auftrittsort zum nächsten. „Das fanden wir nicht mehr zeitgemäß.“

          Christine Scharrenbroch

          Freie Autorin in der Wirtschaft.

          Im Zuge der Entscheidung kam ihm die Idee mit den holografischen Animationen. Neu ins Programm nahm er zudem eine von zwei Männern getragene große Pferdefigur auf. Die tierfreie Inszenierung habe sich als Coup erwiesen, sagt Paul. Die Publikumsreaktionen beschreibt er als positiv, das Echo in internationalen Medien als groß.

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