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Staatliche Hilfen : Warum der Aufschwung an den Regionalflughäfen vorbei geht

Voll ist anders: Flughafen Weeze am Niederrhein Bild: Edgar Schoepal

In diesem Jahr war an deutschen Terminals so viel los wie noch nie. Davon bekamen kleine Flughäfen allerdings wenig zu spüren. Manche Regionen bangen um ihre Anbindung.

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          Freie Parkplätze vor dem Terminal, keine Schlangen an den Kontrollen – Rekordphasen sehen anders aus. In Weeze, Erfurt oder Paderborn ist wenig davon zu spüren, dass Deutschlands Flughäfen insgesamt in diesem Jahr von so vielen Passagieren genutzt werden wie nie zuvor. 214 Millionen waren es bis Ende Oktober, bis Jahresende können es erstmals knapp 250 Millionen werden. Die Startbahnen in der Region aber melden weniger Verkehr. Dabei sollen sie von 2024 an ihren Betrieb ohne staatliche Hilfe finanzieren, so schreibt es die EU vor.

          Timo Kotowski
          Redakteur in der Wirtschaft.

          2019 hat regionale Flughäfen diesem Ziel nicht nähergebracht. Mittlerweile keimt auch in der Politik die Angst vor einem Flughafensterben, bei dem nicht nur vielkritisierte Plätze wie Kassel-Calden im Mittelpunkt stünden. Die Gegenmaßnahme: An kleinen Flughäfen will der Bund künftig die An- und Abflugkontrolle gegenfinanzieren. Die Deutsche Flugsicherung (DFS), welche die Kontrollen erledigen soll, soll 20 Millionen Euro für 2020 und danach 50 Millionen im Jahr mehr zugewiesen bekommen. Dagegen regt sich Protest – von den deutschen Fluggesellschaften. Eine Haushaltsfinanzierung der Flugsicherung an kleinen Flughäfen wäre „ein Subventionsprogramm für ausländische Airlines“, rügt Michael Engel, der Geschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Fluggesellschaften (BDF).

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