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Lufttaxi-Projekt eingestellt : Der City-Airbus bleibt am Boden

Der City-Airbus als Computergrafik Bild: dpa

Verkehrsminister Andreas Scheuer stellte einst mit großem Bohei das Lufttaxi von Airbus vor – zum Missmut des Unternehmens. Nun wird das Projekt gestoppt.

          3 Min.

          Noch im Juli war Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Zeuge, als der City-Airbus für ein paar Minuten abhob. Auf dem größten europäischen Hubschrauber-Flughafen in Donauwörth, wo Airbus Helicopters angesiedelt ist, startete das futuristisch aussehende Objekt senkrecht und schwebte ein paar Meter über dem Boden. Der Ministerpräsident lobte das Forschungs- und Entwicklungsprojekt eines Flugtaxis aus dem Hause des europäischen Luftfahrtkonzerns in den höchsten Tönen, sprach von modernster Spitzentechnologie für die Mobilität, die in Bayern bleiben müsse.

          Rüdiger Köhn

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

          Im August zog das Forschungsvorhaben nach Manching nahe Ingolstadt um, wo Airbus eine Basis für die Militärflugzeuge etwa den Kampfjet Eurofighter hat. Der Flughafen erlaubt im Gegensatz zu Donauwörth Testflüge. Der City-Airbus schwebte dort nicht nur, sondern ist sogar schon eine kleine Strecke geflogen. Doch damit ist bald Schluss: Nach Informationen der F.A.Z. wird der elektrisch betriebene Senkrechtstarter über sein im November auslaufendes Testprogramm hinaus nicht weiterverfolgt.

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