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Studienförderung von Amazon : Die Stipendiaten unter den Gabelstaplerfahrern

Das Lager des Amazon-Logistikzentrums in Leipzig Bild: dpa

Amazon gibt im großen Stil Stipendien aus: Damit die hochbegehrten Lagerarbeiter bei der Stange bleiben, zahlt Amazon ihnen nun Studiengebühren. Eine Antwort auf den harten Konkurrenzkampf um die besten Fachkräfte.

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          Der Onlinekonzern Amazon will im umkämpften amerikanischen Arbeitsmarkt Beschäftigte mit attraktiven Zusatzleistungen locken: Das Unternehmen übernimmt die Studiengebühren und Weiterbildungsaufwendungen seiner Mitarbeiter, wenn diese parallel zur Arbeit studieren, einen Schulabschluss machen oder ihr Englisch verbessern wollen. In den Genuss des Programms, für das Amazon bis einschließlich 2025 rund 1,2 Milliarden Dollar reserviert, können nach Unternehmensangaben 750.000 Beschäftigte kommen. Sie müssen mindestens seit drei Monaten für Amazon und zudem mindestens 20 Stunden die Woche arbeiten. Amazon hat seit Beginn der Pandemie in den Vereinigten Staaten mehr als 400.000 Personen eingestellt und sieht sich damit als den größten Beschäftigungsmotor in den Vereinigten Staaten.

          Winand von Petersdorff-Campen
          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Das Programm zielt auf gewöhnliche Arbeiter, die auf Stundenbasis in den Lagerhäusern und anderen Niederlassungen des Unternehmens arbeiten. Das Unternehmen kündigte an, die Studiengebühren vorab zu übernehmen. Die Stipendien gelten für rund 100 ausgewählte Hochschulen und andere Bildungseinrichtungen und fließen von Januar nächsten Jahres an. Allerdings ist nicht jedes Fach förderwürdig.

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