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Londoner Zeitungsviertel : Die Fleet Street sucht neue Mieter

Schmuckstück mit Geschichte: das ehemalige Daily-Telegraph-Gebäude Bild: Getty

Im früheren Londoner Zeitungsviertel sollen nach dem Wegzug wichtiger Banken wie Goldman Sachs moderne Büros entstehen. Corona beschleunigt den Wandel. Doch was bringt die Zukunft?

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          Die Fassade ähnelt im oberen Teil einem griechischen Tempel mit Säulen. Einst gingen hier die Journalisten des Daily Telegraph ein und aus. Sechzig Jahre lang war der Peterborough Court, ein 1927 im klassizistischen Art-déco-Stil errichtetes Gebäude, der Sitz der konservativen britischen Zeitung. Als die Journalisten wegzogen, kam Goldman Sachs und errichtete um die Fleet Street herum sein Londoner Hauptquartier. Die Investmentbanker sind aber auch ausgezogen, ihr Mietvertrag ist ausgelaufen. Seit 2019 steht der Prachtbau leer, der einer Holding gehört, hinter der Mitglieder der Königsfamilie von Qatar stehen.

          Philip Plickert
          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Nun wollen die Qataris laut Medienberichten eine große Renovierung des wohl berühmtesten Hauses der Fleet Street beginnen. Für 90 Millionen Pfund, also mehr als 100 Millionen Euro, soll das Gebäude mit 28.000 Quadratmetern Fläche umgebaut und modernisiert werden. Die Chinese Estates Holdings Ltd., die das Nebenhaus besitzt, das ebenfalls Goldman nutzte, hat ähnliche Renovierungspläne bekannt gegeben.

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