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Waffenhersteller : Kalaschnikow setzt auf die Kamikaze-Drohne

  • -Aktualisiert am

Die neue Einweg-Drohne von Kalaschnikow vor dem Katapultstart Bild: Kalaschnikow Group

Der Rüstungshersteller aus Russland hat eine preiswerte Ein-Mal-Drohne entwickelt. Sie soll „völlig neue Kampfoperationen“ möglich machen. Militärs fürchten, dass sie in falsche Hände geraten könnte.

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          Schuss und weg. Was wie eine überdimensionierte Steinschleuder aussieht, ist die Abschussvorrichtung für eine „Kamikaze-Drohne“ des bekannten russischen Waffenherstellers Kalaschnikow. Nach dem Start erreicht das Fluggerät eine Geschwindigkeit von bis zu 130 Stundenkilometern. Die Drohne kann 30 Minuten lang in der Luft bleiben und soll Bodenziele im Umkreis von etwa 60 Kilometern angreifen können. Dass die Drohne wieder zur Basis zurückfliegt, ist gar nicht erst geplant. Ein bis zu 3 Kilogramm schwerer Sprengsatz kann an ihr befestigt werden. Die Bombe wird nicht über dem Zielgebiet abgeworfen, sondern fliegt zusammen mit der Drohne direkt auf das Ziel zu und kann so feindliche Einheiten ausschalten.

          Der einmalige Verwendungszweck senkt den Preis. Dies macht die propellergetriebene Drohne laut Firmenangaben auch für Länder mit kleinem Verteidigungsetat attraktiv. Genauere Angaben machten Kalaschnikow-Vertreter jedoch nicht, als sie die neue Drohne unter dem Kürzel KUB-UAV zuletzt auf der Militärschau in Abu Dhabi vorstellten. Der Waffenhersteller preist seine Neuentwicklung als einfach zu bedienen, effektiv, leise und „sehr billig“ an und spricht gar von einer kleinen Revolution in der Kriegsführung.

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